Neujahrsempfang 2009
Die Tell-Kompanie begann das Jubiläumsjahr 2009 mit dem Neujahrsempfang. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tell-Kameraden in diesem besonderen Jahr. 100 Jahre alt wird die Kompanie. Am 14. März feiern die Tellaner im evangelischen Gemeindezentrum mit vielen Gästen.Doch heute stand das vergangene Jahr im Mittelpunkt der Gespräche. Die Tellaner ließen 2008 Revue passieren, erinnerten sich an die schönen Stunden des vergangenen Jahres. Sie blickten aber auch in die Zukunft. Archivar Andreas Preuß hatte die Präsentation mitgebracht, die er für die Jubilarfeier vorbereitet hat. Gut eine Stunde Fotos aus 100 Jahren Tell. Da gab es viel zu erzählen.
Da Kassierer Hartmut Schmidt wegen Krankheit fehlte, stellte sich allen die große Frage, wie lange denn die Kasse geöffnet hätte und das Bier nicht bezahlt werden müsste. Doch Vorsitzender Dirk Steingen machten allen Wunschträumen ein schnelles Ende. Er hatte morgens mit dem erkrankten Kassierer telefoniert und die Summe festgelegt, die für diesen Tag zur Verügung stand.
Tell-Urgestein Ernst Kockerscheidt hatte die entscheidende Idee. Alle geben eine kleine Spende und schon kann auf Kosten der Kasse weiter gefeiert werden. So ging es noch lange hoch her im Kompanielokal Bürgershof. Besonders bedanken sich die Tellaner bei König Peter van Balsfort, der Schnittchen für den kleinen Hunger bestellt hatte.
Titularfest
Wie jedes Jahr so war die Tell-Kompanie auch in diesem Jahr stark beim Titularfest der Bruderschaft vertreten. Zwölf Tellaner, fast die halbe Kompanie, war an diesem Morgen angetreten. Vorsitzender Dirk Steingen: “Es freut mich sehr, dass die Kompanie so regen Anteil am Bruderschaftsleben nimmt.”
Begonnen hatte das Titularfest mit dem Gottesdienst in St. Anna. Es folgte das gemeinsame Frühstück der Bruderschaft im Pfarrsaal von St. Johannes und die anschließende Generalversammlung. Am Ende blieben die Tell-Mitglieder noch auf ein Bier an der Theke im Pfarrzentrum.
Krippenabbau
Am Samstag, 31. Januar, trafen sich sechs Tellaner in der Kirche St. Johannes, um die Krippe abzubauen. Werner Schellscheidt überbrachte den Dank des Weihbischofs Koch für den Aufbau der Krippe im Dezember. Nach einer knappen Stunde war alles erledigt. Nur der Kaffee und Kuchen, die Küsterin Anne Wiesenhöfer bereit gestellt hatte, warteten noch. So ergab sich noch die Gelegenheit, über das bevorstehende Jubiläum zu sprechen.
Fischessen
Am Aschermittwoch traf sich die Tell-Familie zum traditionellen Fischessen in ihrem Kompanielokal “Bürgershof”. Zahlreich wie seit langem nicht mehr waren sie gekommen. Schließlich gab es auch viel zum bevorstehenden Jubiäum der Kompanie zu besprechen.Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tellaner und ihre Frauen mit einer sehr kurzen Ansprache herzlichst zum gemeinsamen Fastenbeginn. Die Begrüßung geriet so kurz, dass sie wiederholt werden musste. Hatte der Tell-Chef doch vergessen, Kompaniekönig Peter van Balsfort zu begrüßen.
Mittlerweile hat sich die “westfälische Sitzordnung” in der Kompanie wohl etabliert. Die Frauen saßen an einem großen Tisch, die Tellaner an drei weiteren Tischen. Aber ds tut der Stimmung in der Kompanie keinen Abbruch. Die Letzten verließen das Kompanielokal erst nach Mitternacht.
Historische Versammlung
Wenige Tage vor der 100. Wiederkehr des Gründungstages der Kompanie trafen sich 18 Tell-Kameraden zu einer historischen Versammlung im Kompanielokal Bürgershof. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Kompanie zur letzten Versammlung im ersten Jahrhundert ihres Bestehens. Die Tagesordnung war kurz und besprochen wurden vor allem die letzten Arbeiten für die Jubiläumsfeier am kommenden Samstag.
Das besondere an der ersten Versammlung im Jahr ist immer, dass viele Kameraden seit der Jahreshauptversammlung im November Geburtstag hatten. So ist für das leibliche Wohl an diesem Abend meist gesorgt.
Alles vorbereitet!
Am gestrigen Freitagnachmittag und am heutigen Samstagmorgen hat ein kleiner Trupp Tellaner unter Leitung des Vorsitzenden Dirk Steingen alles für die große Jubiläumsfeier im evangelischen Gemeindezentrum vorbereitet. Andreas Nemenz, Küster der evangelischen Gemeinde Lintorf-Angermund hat die Kompanie tatkräftig unterstützt. Ihm dankt die Tell-Kompanie herzlich!
Bereits am Freitag waren Dirk Steingen, Hartmut Schmidt, Walter Perpéet, Peter Böning, Peter Quack, Peter van Balsfort und gegen Ende auch Andreas Preuß im Gemeindezentrum und haben Tische geschleppt. Christiane Steingen, Bettina Doss, Elke Preuß und Babsi van Balsfort kümmerten sich um Tischdecken, Dekoration und einfach um alles, damit es heute Abend gemütlich wird.
Fast der gleiche Trupp hat heute morgen die letzten Handgriffe getan. Jetzt ist alles vorbereitet. Die Tischkarten stehen, die Blumen stehen, die Überraschung für die Gäste ist da. Es fehlen nur noch die Gäste.
Gelungene Feier
Am Samstag, 14. März, feierte die Tell-Kompanie Lintorf 1909 ihr 100-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeiern begannen mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Lintorfer Kirche St. Johannes. Anschließend zog die Kompanie mit ihren 26 Mitgliedern unter musikalischer Begleitung durch dass Tambourcorps Lintorf und die Kapelle BW Duisburg-Wedau zum evangelischen Gemeindezentrum am Bleibergweg. Dirk Steingen, Vorsitzender der Tell-Kompanie, begrüßte die Gäste; darunter Kaplan Dr. Johannes Wolter als Vertreter des Präses’ Pfarrer Benedikt Zervosen, Herbert Hirsch, Chef der Bruderschaft, Bruderschaftskönig Holger Korb, Kronprinz Nils Adrian, Bürgermeister Harald Birkenkamp und Norbert Hünemeyer, Bezirksmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und Pfarrer Michael Diezun von der evangelischen Kirche Lintorf-Angermund. Die Laudatio hielt Gero Keusen, Vorsitzender der Wilhelm-Tell Kompanie aus Ratingen. Er führte die rund 120 geladenen Gäste in einer sehr gelungenen Laudatio in 100 Jahre Tell-Koompanie Lintorf ein.
Aufgeräumt
Das Jubiläum ist vorbei, die große Feier auch. Und es ist sogar schon aufgeräumt. Einige Tellaner hatten sich mit ihren Frauen für Sonntagnachmittag zum Aufräumen verabredet. Groß war die Überraschung und die Freude war noch größer, als die Tellaner feststellen mussten, dass längst alles aufgeräumt war. Hausmeister Andreas Nemenz hatte schon am frühen morgen die Tische und Stühle im Saal weggeräumt, schließlich sollte um 10 Uhr der Krabbelgottesdienst stattfinden.So mussten “nur” noch die Fässer und die leeren Kästen in den Kühlwagen geschleppt werden, die leeren Weinflaschen entsorgt, die Dekoration untergebracht und die Tischdecken zum Reinigen verteilt werden. Peter Böning und Dirk Steingen brachten das Geschirr zum Partyservice Meuersmorp nach Heiligenhaus. Dort bedankten sie sich beim Chef auch für das tolle Buffet.
Anschließend traf sich das Aufräumteam bei Tell-Kamerad Andreas Preuß im Keller, um das gelungene Fest und die erledigten Aufäumarbeiten mit einem Bier zu begießen.
Königsfest
Peter und “Lizbeth” van Balsfort hatten die Tell-Kompanie zum Abschluss ihres Königsjahres zum Königsfest in das Clubheim des St. Georg Corps eingeladen. Und die Tell-Mitglieder waren zahlreich gekommen. Auch Schützenchef Herbert Hirsch ließ es sich nicht nehmen, ein paar Stunden mit den Tellanern zu feiern.
In dem renovierten Clubheim sorgte das Königspaar mit einer ansprechenden Dekoration für die richtige Stimmung. Dazu trugen aber auch das gute Buffet und das leckere Bier bei. Am Ende tanzten die Tell-Damen zur Musik, die Diskjokey “Hatti” auflegte. Nicht immer traf er dabei die Wünsche seiner Fans. Hinter der Theke wechselten sich die Tellaner bei der Arbeit ab. Erst bediente Tell-Vorsitzender Dirk Steingen seine Kameraden selbst. Am Ende blieb Tell-Kamerad Werner Schellscheidt standhaft hinter der Theke.
In den frühen Morgenstunden endete ein schönes Fest, mit dem Peter van Balsfort nach eigenen Worten an eine alte Tradition der Kompanie anknüpfen wollte und wiederbeleben möchte.
Walter Perpéet räumt ab
Auch in diesem Jahr traf sich die Tell zum Preis- und Pokalschießen im Clubheim des St. Georg Corps. Neu war, dass die Damen ihr “Preis- und Pokalschießen” bereits vorab auf einer Bowlingbahn durchgeführt hatten. So mussten nur noch die Tell-Männer um die Ehre und die Preise schießen. Doch bevor es soweit war, bereiteten König Peter van Balsfort, Vorsitzender Dirk Steingen, Hauptmann Peter Böning, Kassierer Hartmut Schmidt und 2. Vorsitzender Andreas Preuß das Clubheim für die Feier vor.
Ermattet vom Aufbau, waren die fünf beim Schießen nicht mehr so erfolgreich. Außer Dirk Steingen, der beim Preisschießen immerhin noch den dritten Platz belegte. In diesem Jahr stand das Schießen ganz im Zeichen eines Schützen: Walter Perpéet! Er holte sich den Pokal mit 25 Ringen und siegte beim Preisschießen mit 27 Ringen.
Die Preise stifteten wieder Hartmut Schmidt, Walter Perpéet und Armin Manteufel. Neu war ein Trostpreis, gestiftet von Joachim Schwalbe. Er hatte Spezialitäten aus seiner thüringischen Heimat zusammengestellt. Ludwig Hahn, der älteste Schütze an diesem Tage, errang den Preis.
Erstmals an diesem Tage trugen die Tell-Damen ihre neuen T-Shirts, die sie nun eindeutig als “Tell’s Angel” ausweisen.
Fronleichnam
Fronleichnam ist nicht der beliebteste Termin bei der Tell. Und bei dem heutigen Wetter schon garnicht. Trotzdem fanden neun Kameraden den Weg zur Kirche oder zur Kirmes. Achim Manteufel war nahe daran Traditionskönig zu werden. Leider kam er mit der neuen Holzplatte beim Königschießen nicht zu recht. Er traf sie zwar, aber sie drehte sich nur.So blieb den Tellanern nichts anderes übrig, als sich bei dem einen oder anderen Bier, bei Bratwürstchen und Kuchen unter dem Sonnenschirm zu drängen. Nicht, um Schutz vor der sengenden Sonne zu suchen, sondern vor dem sintflutartigen Regen. Spaß hatten sie trotzdem - oder gerade deswegen!
Königsschießen
P.Q. alias Peter Quack ist neuer Tell-König. In einem spannenden Wettkampf gegen Jürgen Steingen und Wolfgang Küpper holte er mit einem gezielten Schuss die Platte herunter.
Das Pfänerschießen zuvor zog sich ähnlich lange hin wie in Ostbevern und Altenberge. Auch die rheinischen Vögel scheinen recht stabil zu sein. Oder die Treffsicherheit der Tellaner lässt nach. Jedenfalls holten die Pfänder Marc Dutschke (Kopf), Dirk Steingen (rechter Flügel), Felix Schulze (linker Flügel), Walter Perpéet (Schwanz) und Wolfgang Küpper (Rumpf).
Nach den verregneten Tagen hatte die Tell viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien den ganzen Tag und bis in den späten Abend standen die Tell-Kameraden auf der Terrasse des Clubhauses vom St. Georg Corps. Während die Tellaner mühsam die Pfänder schossen, besserten die Tell-Damen ihre Damenkasse durch einig Bingospiele auf.
Zu trinken gab es genug. Hatte doch nicht nur Ludwig Hahn ein Fass spendiert, weil er nicht kommen konnte. Auch der noch amtierende König Peter van Balsfort spendierte eines; und natürlich der neue König P.Q. und Werner Schellscheidt und Andreas Preuß und Walter Perpéet und (sollte jemand vergessen worden sein, wir ergänzen die Liste).
Nachdem sehr guten Essen, das wieder die Firma Meuersmorp aus Heiligenhaus lieferte, kamen dann auch die Gäste der Kompanie. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte bei Königsschießen der Tell-Kompanie den Bruderschaftschef Herbert Hirsch, den König Holger Korb mit Frau, den Kronprinzen Nils Adrian mit Kronprinzessin, den Brudermeister Manfred Kleinrahm mit Frau, den 1. Brudermeister der Bruderschaft Dieter Rubner und Ehrenoberst Mecki Harte.
Pfarrfest St. Anna
Beim Pfarrfest in St. Anna war in diesem Jahr auch die Tell-Kompanie auf dem Bierstand im Einsatz. Kompaniekönig Peter Quack, Hartmut Schmidt und Dirk und Jürgen Steingen zapften ab 15 Uhr frische Alt und Pils. Bei rund 1000 Besuchern des Pfarrfestes gab es viel zu zapfen. Tell-Kamerad Andreas Preuß verkaufte dagegen am Vormittag Wertmarken und trat am Nachmittag mit dem Kirchenvorstand beim Menschenkicker gegen den Klangfarbenchor. Die fünf Tellaner hatten ihren Spaß an dem sonnigen Sonntag.
Kameradschaftsabend
Der sechste Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps war in jeder Hinsicht ein Erfolg. 16 Tell-Kameraden fanden den Weg ins Clubheim des St. Georg Corps am alten Bahnhof, so viele wie nie zuvor. Erstmals war die Tell stärker vertreten als das St. Georg Corps.Zwar machte Wilfried Kröll, Vorsitzender des St. Georg Corps, bei der Begrüßung deutlich, dass die Tell den von Dirk Steingen und Alfred Jansen gestifteten Pokal nicht geschenkt bekäme. Doch davon ließen sich an diesem Abend die Tell-Meisterschützen nicht beirren.
Walter Perpéet und Joachim Schwalbe belegten mit jeweils 27 Ringen gemeinsam den zweiten Platz. Und mit 275 zu 242 Ringen insgesamt ging der Pokal an die Tell! Zum zweiten Mal in sechs Jahren. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung der Tellaner. Die Kameraden vom St. Georg Corps nahmen die überraschende Niederlage gelassen und luden gleich zum siebten Vergleichskampf im kommenden Jahr ein.
Möschesonntag
Für den neuen Kompaniekönig Peter Quack begann der Möschesonntag sehr früh. Gemeinsam mit Tell-Kamerad Andreas Preuß baute er einen der beiden Altbierstände auf dem Schützenplatz der Bruderschaft auf und löste damit nach vielen Jahren den Tell-Vorsitzenden Dirk Steingen ab. Der musste dafür in Tracht mit der Kompanie und den übrigen Schützen von der Drupnas aus zum Schützenplatz ziehen. Das war für ihn auch ziemlich ungewohnt.
Die Tell-Kompanie war wieder sehr zahlreich beim Möschesonntag vertreten und gab ein sehr gutes Bild. Auch die Tellfrauen kamen zahlreich zum Kirmesplatz und feierten mit ihren Männern bis in den späten Nachmittag. Die Tellaner hatten viel Spaß dabei und ließen sich auch die Königsrunde gleich zu Anfang gerne schmecken.
Schützenfest, Teil 1
Für einen Teil der Tell-Kompanie begann Schützenfest schon am Donnerstagabend. Vorsitzender Dirk Steingen, Hauptmann Peter Böning, Werner Schellscheidt, Tell-König Peter Quack und Armin Manteufel hängten die Fähnchen am Markt über der Straße auf. Es wurde berichtet, dass sie anschließend noch ein Bier auf die erfolgreiche Arbeit getrunken hätten.
Bei der Jungschützenfete am Freitagabend war die Tell leider sehr schwach vertreten. Nur Vorsitzender Dirk Steingen, Andreas Preuß und Werner Schellscheid waren dem dringenden Aufruf des Hauptvorstands gefolgt, doch zahlreich zur Fete zu kommen. Immerhin vergrößerten die Tell-Frauen Christiane Steingen und Elke Preuß die kleine Schar.
Der Samstagmorgen begann für einige Tell-Frauen ebenfalls mit Arbeit. Sie buken den Kuchen für den Seniorenkaffee im Schützenzelt. Wie seit vielen Jahren üblich sammelten Geschäftsführer Walter Perpéet und Hartmunt Schmidt die Kuchen ein. Als Dankeschön bekamen sie bei Jürgen und Ulla Steingen Kaffee und Kuchen, bevor sie die wertvolle Fracht zum Schützenzelt brachten.
Schützenfest, Teil 2
Stolz zogen 20 Tellaner am Samstagabend vom Aufstellungsplatz auf der Krummenweger Straße zur Kirche. Mit den roten Rosen am Jackett machten sie einen guten Eindruck. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen und Kompaniekönig Peter Quack waren begeistert von der großen Schar. Erstmals trugen die Tellaner keine Nelke am Jackett sondern rote Rosen. Die Änderung hatte Dirk Steingen vorgeschlagen anlässlich des Jubiläums der Kompanie.
Die Tell-Frauen trafen sich zur gleichen Zeit im Kompanielokal Bürgershof. Sie trugen alle ihre neuen T-Shirts und waren schon von weitem als “Tell’s Angel” zu erkennen.
Nach Gottesdienst, Totenehrung auf der Drupnas, Platzkonzert und Feuerwerk verbrachten die Tellaner noch ein paar schöne Stunden an der geliebten Bengelbude auf dem Schützenplatz.
Schützenfest, Teil 3
Das Wetter war beim Jubiläumsschützenfest der Tell-Kompanie einfach ausgezeichnet. Auch am Sonntag schien die Sonne. Schon beim Pfänderschießen waren die Tellaner erfolgreich. Peter van Balsfort holte den Schwanz des Königsvogels. Zum Glück zog sich das Schießen nicht lange hin, denn bereits um halb zwölf begann im Kompanielokal Bürgershof der Frühschoppen.
Vorsitzender Dirk Steingen hatte alles hervorragend organisiert. Das DB Orchester Duisburg spielte, Tell-Kamerad und Bürgershofchef Lutz Lohmann hatte sehr leckeres Essen vorbereitet, Gero Keusen war mit einer Abordnung seiner Wilhelm-Tell-Kompanie aus Ratingen gekommen und natürlich waren auch die Tell-Damen bei diesem ungewöhnlichen Frühschoppen dabei.
Beim folgenden Schützenzug war die Tell mit 21 Schützen sehr gut vertreten und gab insgesamt ein schönes Bild ab. Dazu trugen natürlich auch die Schildträgerin, der Blumenträger und Walter und Wilhelm Tell bei.
Abends traf man sich dann zum Bunten Abend im Zelt. Das Programm gefiel den meisten wieder sehr gut. So gut jedenfalls, dass die letzten Tellanerdie Sektbar erst weit nach Mitternacht verließen.
Schützenfest, 4. und letzter Teil
Den letzten Tag des Schützenfestes begannen die Tellaner mit der Teilnahme am ökumenischen Gottestdienst, bevor sie zum gemeinsamen Frühstück in den Bürgershof gingen. Doäumrt begrüßte Dirk Steingen im Laufe des Vormittags auch Schützenchef Herber Hirsch und Brudermeister DIeter Rubner, die der Jubiläumskompanie einen kurzen Besuch abstatteten.
Später kam auch Bürgermeisterkandidat Stephan Santelmann zu Besuch und hielt eine kurze Rede. Tell-Vorsitzender Steingen konterte mit einem halben Satz: “Bei den Schützen gibt es eine einfache Möglichkeit, wie man schnell deren Herzen gewinnen kann …” Der Bürgermeisterkandidat verstand die Anspielung und bestellte die nächste Runde.
Zuvor hatte schon Geschäftsführer Walter Perpéet mit verschiedenen Ankündigungen versucht, sein angekratztes Image aufzubessern. Zum Beispiel versprach er mit zum Bundesschützenfest zu fahren, wenn die Tell den König stellen würde. Er muss es - leider - nicht einlösen. Dann stellte er die gemeinsam mit Kassierer Hartmut Schmidt entwickelte Wahlkampfkampagne für den stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Preuß vor. Der hatte auf der letzten Monatsversammlungdie Befürchtung geäußert, im November nicht wiedergewählt zu werden. Mit der neuen Kampagne dürfte das aber wohl nicht geschehen.
Ja, und auch die Tell-Damen schauten erstmals beim Frühstück herein. Sie hatten für Walter Perpéet in seiner Funktion als Frauenbeauftragter der Kompanie ein Dienstfahrrad mit Helm gekauft (oder gebastelt). Walter Perpéet fuhr mit dem herrlich grünen Rad tatsächlich zum Schießen!
Dort waren die beiden Tell-Kameraden Dirk Steingen und Werner Schellscheidt leider nicht erfolgreich. In der ersten Runde trafen beide die Holzscheibe, aber sie fiel nicht. In der zweiten Runde verfehlte Dirk Steingen die Scheibe und Felix Thorn vom Reitercorps ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. Jetzt will die Tell das Schießen verstärkt üben. Bis zum nächsten Jubiläum hat sie 25 Jahre Zeit.
Nach dem Schießen ging es zu Tellkönig Peter Quack. Er hatte die Kompanie zum gemütlichen Ausklang des Schießens in seinen Garten eingeladen. Bei Bier und viel gutem Essen leckten sich die Tellaner nicht lange die Wunden, sondern freuten sich über den schönen Tag.
Werner Schellscheidt lud die Kompanie gleich für den 1. Mai 2010 in seinen Garten ein. Dann feiert Christa Scheillscheidt nämlich einen halbrunden Geburtstag. Dass Werner Schellscheidt die Kompanie auch noch für samstags, 16 Uhr, zum Biertrinken vor der Sportschau eingeladen hat, ist leider nur einer Tücke der deutschen Sprache zu verdanken. Tatsächlich will Tellkamerad Schellscheidt künftig am Schützenfestsamstag ab 16 Uhr in seinem Garten das Warten auf das Schützenfest gemeinsam mit der Kompanie verkürzen. Jeden Samstag wäre auch viel zu viel gewesen.
Am Familientag fast durchs Paradies
Den diesjährigen Familientag hatte der Festausschuss mit der Einladung des Tellmitglieds Ernst Kockerscheidt verbunden. Er bewirtschaftet seinen Hof in Heiligenhaus seit nun 50 Jahren. Anlass genug mit der Tell, aber vor allem auch mit den Nachbarn, mit Freunden und Bekannten ein großes Fest zu feiern.
Die Tellfamilie traf sich bereits um 14 Uhr am Kompanielokal Bürgerhof. Von hier aus ging es mit Arno Schnitzers Planwagen über Hösel nach Heiligenhaus-Talburg. Für die Getränke und Speisen an Bord hatten König Peter Quack und Ex-König Peter van Balsfort gesorgt.
Übrigens wurde die Autoschlange hinter dem Planwagen immer länger, obwohl Arno Schnitzer bei jeder Gelegenheit Platz machte. Mit einem Lächeln auf den Lippen kommentierte Tell-Vorsitzender Dirk Steingen nach der Durchfahrt des Kreisverkehrs am Krummenweg: „Würde ich mich ärgern, wenn hinter uns herführe und die Karre nicht abbiegen würde.“
Von Talburg aus wollten die Tellaner unter Führung von Peter van Balsfort am Rinderbach entlang durchs Paradies zum Abtskücherteich wandern. Dort warteten Kaffee und Kuchen im neuen Café am Teich. Damit die Tell auf dem rechten Weg zum Paradies bliebe, hatte PvB eine detaillierte Wanderkarte im Kreditkartenformat dabei. Trotzdem wurde die Pforte ins Paradies verpasst. Aber der Abtskücherteich wurde allemal gefunden. Ein paar Tellaner hatten während der Wanderung eine „Abkürzung“ gefunden. Sie erwarteten den Rest bereits am Kaffeetisch.
Gestärkt ging es auf die letzten fast 1000 Meter bis zu Kockerscheidts Hof. Tellkamerad Ernst Kockerscheidt hatte keine Kosten und Mühen gescheut. In der großen Scheune standen Zelte, Tische und Bänke. Spanferkel und Kartoffelpüree, Alt und Pils, Limonade und Apfelschorle, Wein und Sekt warteten auf die Gäste. Und am Eingang der Scheune auch ein Heizpilz. Zum Glück! Denn obwohl das Wetter kaum besser hätte sein können, wurde es mit Einbruch der Dunkelheit doch immer kälter.
Das hinderte die Tellaner aber nicht daran, das Hoffest in vollen Zügen zu genießen. Es war ein wunderschöner Abend. Zum Abschluss ging es wieder mit dem Planwagen nach Lintorf. Einige Unentwegte sollen noch auf einen Absacker zu „Hebby’s“ gegangen sein. Aber das weiß der Chronist nur vom Hörensagen.
Jahreshauptversammlung
Am Freitagabend, 6. November, wählte die Tell-Kompanie Lintorf 1909 in der Jahreshauptversammlung in ihrem Kompanielokal Bürgershof die zweite Garnitur. Einstimmig wiedergewählt wurden der stellvertretende Vorsitzende Andreas Preuß und der zweite Kassierer Jürgen Steingen. Neu im Amt ist Peter van Balsfort als zweiter Geschäftsführer der Lintorfer der Tellaner, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Neue Kassenprüfer sind Felix Schulze und Werner Schellscheidt.
In seinem Jahresbericht zog Vorsitzender Dirk Steingen Bilanz des Jubiläumsjahres. “Es war ein wunderschönes Jahr für die Kompanie”, so Steingen. Höhepunkt war die Jubiläumsfeier am 14. März, dem Gründungstag der Kompanie. Im Gründungsjahr 1909 hatten die Tellaner den König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf gestellt und im 50. Jahr des Bestehens, 1959, auch. “Natürlich hätten wir gerne den König gestellt”, fasste Steingen noch einmal das diesjährige Schützenfest zusammen. “Aber Felix Thorn von den Reitern hat einfach besser getroffen.”
Beenden werden die Tellaner das Jubiläumsjahr übrigens gemeinsam. Am 31. Dezember wollen sie das 100. Jahr mit einer gemeinsamen Silvesterfeier im Clubheim des St.Georg Corps’ ausklingen lassen. Motto des Abends: die 1950er Jahre.
Volkstrauertag
Die Tell-Kompanie beteiligte sich mit einer kleinen Gruppe an der traditionellen Gedenkveranstaltung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 zum Volkstrauertag. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tell-Kameraden, die den Weg zum Rathaus gefunden hatten, von wo aus es im Trauermarsch zum Ehrenmal auf der Drupnas ging. Dort hielt Tell-Kamerad Andreas Preuß wie in den vergangenen Jahren die Ansprache.
Neujahrsumtrunk 2008
Am zweiten Sonntag im Januar feierten wir unseren traditionellen Neujahrsumtrunk. Gemeinsam mit unseren Damen und einigen Kindern verbrachten wir einen gemütlichen Sonntag. Wie im letzten Jahr so stiftete auch diesmal Jürgen Steingen die Schnittchen. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen wünschte allen ein gutes Jahr 2008. Ein bisschen Leben in einen “steifen” Neujahrsumtrunk brachten die Tell-Kinder. Sie ließen selbstgebaute Papierflugzeuge über die Tische kreisen. Mancher Tellaner entdeckte daraufhin das Kind in sich selbst und warf den Papierflieger zurück oder baute gar selbst einen Flieger.
Titularfest
Mit 13 Mitgliedern nahmen wir am Titularfest der Bruderschaft teil, darunter Neumitglied Werner Schellscheidt. Sieben Mitglieder nahmen vorher am Gottesdienst in St. Anna teil. Während der Generalversammlung wurde Gustav Karrenberg für seine nun sechs Jahrzehnte dauernde Mitgliedschaft in der Bruderschaft geehrt. Gustav gehörte zu den Schützen der ersten Stunde. 1948 wurde die Bruderschaft nach dem Verbot im Dritten Reich wiederbegründet. Übrigens wurde die Tell-Kompanie erst 1951 neu gegründet, in die Gustav Karrenberg dann wechselte. Unser Tell-Mitglied Andreas Preuß stellte sich bei Versammlung erneut erneut zur Wahl für den stellvertretenden Vorsitz und wurde einstimmig gewählt.
Kinderkarnevalszug
Einige trafen sich Karnvealsonntag vor Korb, um gemeinsam den Kinderkarnevalszug anzuschauen. Einige waren kostümiert, andere bevorzugten normale Kleidung. Dabei genossen wir die gute Versorgung mit kühlen Getränken - bei gefühlten Nullgrad Lufttemperatur - am Stand des Andreas-Hofer Korps.
Fischessen
Aschermittwoch verabschiedeten wir beim Fischessen den Karneval und startete in die beginnende Fastenzeit. König Armin musste leider die Teilnahme an diesem gemütlichen Abend absagen. Dafür waren die übrigen zahlreich erschienen.
Februarversammlung
Es muss am Datum gelegen haben: 29. Februar! Nur alle vier Jahre gibt es diesen Tag. Vielleicht waren wir deshalb so viele bei der Monatsversammlung wie schon lange nicht mehr: 17 Tell-Kameraden. Besprochen wurde die Fahrt zum Königsschießen in Altenberge im Münsterland.
Stammtisch
Am 28. März nahmen wir eine Tradition auf, die in die Anfänge der Kompanie zurückreicht: der Stammtisch. Elf Mitglieder hatten sich zu dem Experiment eingefunden. Das Experiment heißt: Einen gemütlichen Abend im Stammlokal der Kompanie verbringen ohne Tagesordnung und ohne offizielle Begrüßung. Die Gespräche streiften die Jubiläumsvorbereitungen ebenso wie die geplante Fahrt zum Königsschießen. Das Fazit: Experiment gelungen.
Preis- und Pokalschießen
Bei herrlichem Maiwetter ermittelten wir unsere besten Schützen. Bereits ab 17 Uhr hatten Vorsitzender Dirk Steingen, König Armin Manteufel und Hauptmann Peter Böning das Clubheim des St. Georg Corps vorbereitet. Als die anderen eintrafen, waren die Tische dekoriert, die Fässer angestochen und der Grill bereits heiß.
Beim Pokalschießen sah es lange nach einem Stechen zwischen Walter Peréet, Joachim Schwalbe und Andreas Preuß aus, die jeweils 25 Ringe schossen. Als letzter Schütze ging Peter Böning auf den Schießstand. Vorher stand er nämlich am Grill. Peter Böning machte dann mit drei gezielten Schüssen und 26 Ringen die Siegträume des Trios zu nichte.
Das Preisschießen gewann Walter Perpéet souverän mit 28 Ringen. Den zweiten Platz errang Felix Schulze im Stechen gegen Peter Quack. Sie hatten beide 26 Ringe.
Am späten Abend überraschten die Tell-Damen die Kompanie. Nach sechs Jahren gaben sie die Wahl eines neuen Frauenbeauftragten der Kompanie bekannt. Dieses ehrenvolle Amt hat jetzt Walter Perpéet. Dabei wird er von Hartmut Schmidt als Stellvertreter unterstützt. Christiane Steingen bedankte sich beim bisherigen Frauenbeauftragten Felix Schulze für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.
Schützenfest Tiefenbroich
Das Tiefenbroicher Schützenfest ist immer eine Reise wert, deshalb nahmen wir mit zwei Kameraden, Hauptmann Peter Böning und Andreas Preuß, am Schützenumzug in Tiefenbroich teil. Mehr gibt es aus Tiefenbroich nicht zu berichten.
Fronleichnam
Die Tell war Fronleichnam mit zwölf Mitgliedern bei der Prozession vertreten. Beim Traditionskönigschießen war die Kompanie leider nicht erfolgreich. Achim Manteufel traf weder ein Pfand noch die Königsplatte. Im nächsten Jahr wird er es erneut versuchen.
Königschießen
Die Königstour begann am Samstagmorgen auf dem Parkplatz des Bürgershofs. 18 Tellaner, 13 Tell-Damen und zwei Tell-Kinder machten sich auf den Weg nach Altenberge. Dort hatte das Organisationsteam mit Hartmut Schmidt, Dirk Steingen und Peter Böning die Besichtigung des Eiskellers arrangiert. Der Eiskeller wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den Berg hinein gebaut und diente der Kühlung des Bieres.
Zurück im Hotel ermittelten die Tell-Damen auf der Kegelbahn ihre Pokal- und Preissieger. Karin Gratzel holte sich den Pokal. Beim Preiskegeln siegte Bettina Doss vor Hildegard Quack und Karin Gratzel.
Zur gleichen Zeit schossen wir auf den Vogel. Und es bahnte sich sehr rasch das gleiche Drama an wie vor drei Jahren in Ostbevern. Die münsterländer Vögel sind nicht zum Pfänderschießen geeignet. Kopf (Peter Quack), Zepter (Peter Böning) und Apfel (Werner Schellscheidt) fielen noch ziemlich schnell. Doch der linke Flügel wollte einfach nicht fallen. Eine dreiviertel Stunde schossen wir, bis es endlich vollbracht war. Wolfgang Küpper machte dem langen Schießen ein Ende. Schwanz und Rumpf fielen dann sehr schnell. Nach einem gezielten Schuss von Felix Schulze fiel beides geichzeitig zu Boden.
Nun kam der Königsvogel an die Reihe. Nachdem zunächst eine ganze Reihe auf den Vogel schossen, blieben schließlich sechs ernsthafte Kandidaten im Rennen: Wolfgang Küpper, Werner Schellscheidt, Peter Quack, Jürgen Steingen, Gerd Gratzel und Peter van Balsfort. Doch glücklicher Gewinner dieses harten aber fairen Kampfes war Peter van Balsfort. Bis spät in die laue Mittsommernacht hinein feierten wir unseren neuen König.
Am Sonntag genossen wir dann ein wunderbares Frühstücksbüfett im Hotel Stüers. Danach war noch Zeit, um die Königstour bei einem kühlen Getränk in der Sonne ausklingen zu lassen. Nach der Rückkehr nach Lintorf gab es noch einen kurzen Aufenthalt im Biergarten des Bürgershofes, bevor es für alle nach Hause ging.
Schützenzug Ratingen
13 Tellaner zog es zum Jubiläumsschützenzug in Ratingen. Auf Einladung der Wilhelm-Tell-Kompanie der St. Sebastiani Bruderschaft Ratingen trafen wir uns bereits mittags am Alten Steinhaus. Dort hatte die Wilhelm-Tell-Kompanie zu einem kleinen Frühschoppen mit Musik ein geladen.
Gero Keusen, Chef der Ratinger Tellaner, begrüßte uns herzlich. Gegen 14 Uhr begaben wir uns zum Aufstellungsort in der Minoritenstraße. Von dort aus zogen wir insgesamt dreimal über den Marktplatz und zum Schluss noch einmal am Marktplatz vorüber. Ziemlich müde erreichten wir schließlich weit nach 17 Uhr den Festplatz.
Möschesonntag
Möschesonntag traten wir mit einer stattlichen Zahl zum kleinen Umzug an der Drupnas an. Bei strömendem Regen ging es zum Schützenplatz. Vorsitzender Dirk Steingen und Andreas Preuß genossen den trockenen Platz auf dem Altbierwagen. Peter Quack, seit kurzem für die Tell im Festausschuss, wartete ungeduldig darauf den Grill anzünden zu können.
Doch der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Zusammen mit unseren Frauen feierten wir bei der Musik des DB Orchesters und des Tambourcorps kräftig. Tell-König Peter von Balsfort war mit seiner Königin Lizbeth natürlich auch beim Möschesonntag. Tell-Kamerad Andras Preuß gab in Abwesenheit - er war noch auf dem Bierstand - eine Runde auf seinen Geburtstag.
Schützenfestsamtag
Mit 18 Kameraden traten wir zum kleinen Umzug am Samstagabend vor der Sparkasse an. Nach der Messe folgte die Kranzniederlegung an der Drupnas. Hier hielt Andreas Preuß wieder die Ansprache. Auch beim anschließenden Großen Zapfenstreich verhielten wir uns vorbildlich. Begeistert folgten wir später dem Feuerwerk am Beeker Hof und genossen die erste Königsrunde des Abends. Den ersten Tag beendeten wir –wie jedes Jahr - an der Bengelbude.
Schützenfestsonntag
Der Sonntag begann gut. Wieder waren 16 Tellaner pünktlich am Schießstand und André Kohnen holte am Ehrevogel ein Pfand,nämlich den Schwanz.
Zum Fototermin auf der Drupnas kamen sage und schreibe 22 Tell-Kameraden. Das Foto der gesamten Kompanie mit Wilhelm Tell und Sohn Walter ist als Andenken an das kommende Jubiläumsjahr gedacht. Auch am Schützenzug beteiligten wir uns mit einer großen Abordnung und machten so der Kompanie alle Ehre.
Schützenfestmontag
Der Tag begann mit dem Gottesdienst bereits um halb neun. Nach einer guten Predigt des evangelischen Pfarrers Frank Wächtershäuser trafen wir uns zum Frühstück im Kompanielokal. Am Ende hielt Geschäftsführer Walter Perpéet eine aufrüttelnde Rede. Er sagte, wer König werden wolle, müsse für sich einige Fragen eindeutig mit ja beantworten können: Steht die Kompanie hinter mir? Will ich jedes Wochenende einen Termin der Bruderschaft wahrnehmen? Steht meine Frau hinter mir? Und Werner Schellscheidt beantwortete sie für sich mit ja!
Als es um den Königsschuss ging, versammelte sich die gesamte Kompanie am “Käfig” und drückte Werner Schellscheidt alle verfügbaren Daumen. Bei jedem Klingeln, Werner ließ es dreimal klingeln, lag uns bereits der Jubelschrei auf der Zunge. Aber die Platte wollte nicht fallen. Trotzdem oder gerade deshalb feierten wir anschließend ausgelassen bei Werner im Garten. Dort vollzog Walter auch die traditionelle Verbrennung unserer Zeichnungen vom Vormittag.
Der Krönungsabend begann für uns - und alle anderen Schützen - wie in den letzten Jahren: Auf dem Weg zum Festplatz war die Bahnschranke mehrmals geschlossen und Petrus schickte einen kurzen Schauer vom Himmel!
Felix Schulze trug für uns die Fahne auf den Thron und Bert und Armin Manteufel übernahmen die Zeltwache - und das den gesamten Abend über.
Die übrigen Tellaner feierten ausgelassen - insbesondere die Tell-Damen. Sie machten den Abend über Stimmung; sehr zur Freude der Kapelle.
Die Tell-Damen waren übrigens auch sehr angetan von dem kleinen süßen Geschenk des Frauenbeauftragten Walter und seines Stellvertreters Hartmut. Die Schachtel Pralinen war vermutlich eine Wiedergutmachung dafür, dass die beiden über Schützenfest keine Termine für die Frauen annahmen.
Familientag
Wir trafen uns an einem herrlich sonnigen Frühherbsttag am Kompanielokal zum Familienausflug. Arno Schnitzer wartete bereits mit seinem Planwagen. Dirk Steingen brachte die Vorräte für die “stundenlange” Fahrt durch die Lintorfer und Duisburger Wälder mit.
Die Stimmung auf dem Planwagen war hervorragend. 25 Tellaner, Tell-Damen und Tell-Kinder hatten ihre wahre Freude. Je kleiner die Wege wurden, die Arno Schnitzer mit seinem Gefährt wählte, desto lauter wurde es. Spaziergänger, Radfahrer und Sportler konnten uns unmöglich überhören.
Am Ziel der Planwagenfahrt wartete ein heißer Kaffee und ein leckerer Käse- oder Apfelkuchen im Gasthof Waidmannsheil in Großenbaum. Während die Kaffeetafel aus der Tellkasse bezahlt wurde, hatten die Tell-Damen aus ihrer Kasse die Fahrt finanziert; König Peter van Balsfort hatte für die Getränke während der Fahrt gesorgt und Jürgen und Ulla Steingen für die leckeren Mettwürstchen.
Auf der Rückfahrt legte Arno Schnitzer den Turbo ein, insbesondere bei der dreifachen Umkreisung des Kreisverkehres. Wieder in Lintorf angekommen, ließen wir den herrlichen Nachmittag mit einem Abendessen im Bürgershof ausklingen.
Den Organisatoren des diesjährigen Familientages gebührt ein großes Dankeschön!
Kameradschaftsabend
Der Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps war wieder einmal ein Erfolg. Bei herrlichem Herbstwetter genossen wir Würstchen und Steaks vom Grill. Dafür überließen wir großzügig den Pokal erneut dem Gastgeber.
War die Entscheidung im vergangenen Jahr eine sehr knappe Angelegeneit, entschieden ging der Pokal diesmal sehr deutlich verloren. Doch den besten Einzelschützen stellten wir: Felix Schulze!
Nachdem Wettkampf standen wir noch lange im Freien, genossen bei einem Bier und vielen guten Gesprächen das kalte, aber trockene Wetter.
Jahresrückblick 2007
Mit dem Neujahrsumtrunk starte sdie Tell-Kompanie ins neue Jahr. Zahlreiche Tellaner waren gekommen und haben gemeinsam mit ihren Frauen auf das neue Jahr angestoßen. Vorsitzender Dirk begrüßte wünschte allen nur gutes für das neue Jahr. Kassierer Hartmut Schmidt hatte – wie jedes Jahr - die Kasse wieder geöffnet. Die ersten Runden gingen auf die Kasse. Tell-Kamerad Jürgen Steingen stiftete Schnittchen anässlich seines nur wenige Tage zurückliegenden 65. Geburtstags.
Am Vorabend des Sebastianustags begleiteten einige Tell-Kameraden den Bruderschaftskönig zum ökumenischen Gottesdienst des Bezirks Düsseldorf-Nord/Angerland in der Kaiserswerther Basilika. Natürlich wollten sie auch “ihren” Bruderschaftskronprizen Felix Schulze und seine Prinzessin Kathrin Hirsch begleiten. Aber Felix war krank und gar nicht da.
Als Kronprinzenkompanie mussten die Tellaner bei den Vorbereitungen des Titularfestes helfen. Drei Kameraden halfen also am Samstagmorgen den Pfaarsaal von St. Johannes vorzubereiten. Tische schleppen, Stühle rücken, Blumendeko aufstellen und Kaffeetassen platzieren lauteten die Aufgaben, die die Königskompanie verteilte.
Eine kleine Abordnung begleitete Kronprinz Felix am nächsten Tag zur Messe in St. Anna. Ein wenig zahlreicher vertreten war die Kompanie bei der anschließenden Generalversammlung. Beim nächsten Mal könnten es wieder mehr sein. Übrigens: Tell-Kamerad Gerd Gratzel wurde an diesem Tag als neues Mitglied der Bruderschaft vorgestellt.
Beim traitionellen Fischessen am Aschermittwoch kamen über 30 Mitglieder der Tell-Familie in den Bürgershof. Gemeinsam beendeten sie die Karnevalssession und läuteten die Fastenzeit ein.
Im Laufe des Abends erfuhr der Chronist der Kompanie, Andreas Preuß, dass es neben den Bierkrügen auch noch Pils- und Weinprobengläser mit dem Aufdruck Tell-Kompanie gibt. Sie wurden in den 1980er Jahren von der Mülheimer Berg-Brauerei gestiftet.
Mit einer kleinen Abordnung beteiligten sich die Tellaner unter Dirk Steingens Leitung am Bruderschaftstag des Bezirksverbands Düsseldorf-Nord/Angerland in Stockum. Der Einkehrtag begann mit einer Messe. Nach dem gemeinsamen Frühstück, dass die Helferinnen wieder super vorbereitet hatten, sprach Pfarrer Jonas Marquardt von der evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth zur Bedeutung der Familie für die Gesellschaft. Der Vortrag war so gut, dass alle Schützen bis zum Ende aufmerksam zuhörten und dem Referenten zum Abschluss lange applaudierten. Das ist nicht jedesmal so.
Wolfgang Küpper lud die Kompanie zur Feier seines 60. Geburtstages zu sich nach Nideggen-Schmidt ein. Viele nahmen die Einladung gerne an – der Chronist konnte leider nicht - und fuhren gemeinsam mit den Frauen ein Wochenende in die Eifel.
Geboten hat das Geburtstagskind ein Rundum-Sorglos-Programm mit Besichtigung der Burg Vogelsang im Naturpark, Übernachtung im Hotel mit Seeblick, Geburtstagsfeier vom Feinsten und einem Frühschoppen vor der Abreise am Sonntag. Herzlichen Dank!
Fünf Kameraden begleiteten Kronprinz Felix und Kathrin zum Königsfest der Jäger. Achim Manteufel war der Glückpilz des Abends. Als einziger der fünf Tellaner reihte er sich unter die glücklichen Gewinner der Tombola ein.
Keine großen Überraschungen gab es beim Pokal- und Preisschießen im Mai. Felix Schulze musste sich nach seinem Doppelsieg 2006 jetzt mit dem Sieg im Preisschießen zufriedengeben. Den Pokal holte sich Dirk Steingen – von wegen Zurückhaltung als Vorsitzender. Beim Preisschießen belegte er dann den zweiten Platz. Dritter wurde Andreas Preuß.
Die Tell-Damen dagegen sind Traditionalisten. Sie wiederholten das Ergebnis des letzten Jahres einfach: Bettina Doss gewann den Pokal und Nicole Böning siegte beim Preisschießen; zweite wurde Karin Gratzel, dritte Ulla Manteufel.
Und dann gab es noch den Sonderpreis für “besondere” Schießleistungen. Den bekam Kassierer Hartmut Schmidt.
Pfingsten begleiteten enige Kronprinz Felix zum Schützenzug nach Tiefenbroich. Am langen Pfingstwochenende waren aber auch einige unterwegs, so dass nur wenige zum Festzug ins Nachbardorf fuhren.
Dirk Steingen trug bei der Fronleichnamsprozession selbst die Kompanie-Fahne. Diesmal beteiligte sich die Kompanie mit einer ansehnlichen Abordnung an der traditionellen Messe und Prozession. Anschließend gings zum Festplatz, um die Fronleichnamskirmes zu eröffnen. Beim Traditionskönigschießen holte Achim Manteufel den Kopf.
Am Samstagmorgen des Königsschießens waren so viele Kameraden zum Aufbau im Reitercasino, dass die Kameraden fast die Füße plattgetreten haben. Das war toll! Tische wurden gerückt - für die Tischdekoration war wieder Elke Preuß zuständig, der Schießstand wurde aufgebaut und ein Zelt unter großen Mühen errichtet. Welche Stange wohin gehört, wurde in langen Diskussionen und Versuchen ermittelt. Aber irgendwann war es fertig.
Das Schießen war diesmal aufregend. Der Chronist wurdeziemlich blass, als die Platte zu fallen drohte und erst im letzten Moment wieder zurückfiel. Eigentlich ein erster Hinweis, dass der König heute schnell ermittelt würde. Und so holte Armin Manteufel dann kurz darauf mit einem gezielten Schuss die Platte. Zu seiner Königin nahm er natürlich seine Frau Bianca.
Der Vollständigkeit wegen hier die Pfänderschützen: Peter Quack (Kopf), Rolf Ritterbach (linker Flügel), Felix Schulze (rechter Flügel), Dirk Steingen (Schwanz) und Marc Dutschke (Rumpf).
Für Kaffee und Kuchen sorgte Tell-Königin Katrin Hirsch. Dabei halfen ihr weitere Tell-Damen mit sehr leckeren, selbstgebackenen Kuchen. Allen ein herzliches Dankeschön! Am Abend kamen dann auch die Gäste: die Eltern der Ex-Königin Katrin, der König der Bruderschaft Gerhard Manger mit seiner Königin Barbara, der Ehrenvorsitzende der Bruderschaft Hans Lumer mit Frau, Bruderschafts-Chef Herbert Hirsch und Oberst Wolfgang Keller mit Frau.
Im Alter von fast 86 Jahren starb am 1. Juli Tell-Kamerad Richard Marhenke. Er war seit 1978 Tellaner. 1982 wurde er Tell-König. Bis zuletzt nahm er an allen Veranstaltungen – einschließlich der Monatsversammlungen - teil. Gerne marschierte er mit beim Schützenzug. Die Tellaner werden Richard als einen liebenswerten Kameraden im Gedächtnis behalten, der gerne mit und in der Gemeinschaft feierte. Unvergessen bleibt die Feier seines 80. Geburtstages im eigenen Garten.
Die letzte Monatsversammlung vor Schützenfest war sehr gut besucht. Mit dabei als neuer Tell-König Armin Manteufel. Natürlich standen die Vorbereitungen für Schützenfest im Vordergrund der Versammlung. Eine besondere Versammlung war es aber aus einem anderen Grund: Acht Tellaner hatten seit der letzten Versammlung Geburtstag…
An Möschesonntag zogen die Schützen erstmals im Zug von der Drupnas zum Festplatz. Von Standort des Chronisten aus (Bierwagen) schien die Kompanie zu einem kleinen Häuflein geworden. Doch das täuschte. Vorneweg trug Tell-König Armin Manteufel die Mösch. Ihm folgte zusammen mit dem Königspaar der Bruderschaft Felix Schulze als Kronprinz. Derweil hatten Dirk Steingen und der Chronist bereits den Altbierwagen mit Gläsern, Fässern, Cola- und Limokisten bestückt. Also waren wir doch nicht ganz so wenige.
Aber eins muss der Chronist einmal feststellen: Den beiden Tellanern im Altbierwagen tut’s ganz schön weh, dass die Tell-Kameraden immer nur am Pilswagen stehen. Da ist die Bedienung auch nicht besser!
Schützenfest war die Kompanie an allen Tagen und allen Termine gut vertreten. Es fing schon mit dem Seniorenkaffee an. Das sind die lästigen Pflichten, wenn man einen Bruderschaftsprinzen hat. Nicht nur, dass wieder die Kuchen gebacken werden und von Walter Perpéet und Hartmut Schmidt eingesammelt werden mussten. Nein, jetzt mussten sie auch noch beim Kaffee an die Senioren verteilt werden. Danke allen Helfern! Denen hat der Seniorenkaffee übrigens dann doch sehr viel Freude bereitet.
Der Gottesdienst am Samstagabend war auch von der Tell gut besucht. Und sie gab ein gutes Bild bei der anschließenden Totenehrung und natürlich auch beim Platzkonzert. Allerdings stand die tell diesmal unmittelbar neben der dicken Trommel. Dann kam das Feuerwerk, die Oldie Night und der Absacker an der Bengelbude …
Doch Sonntag waren die Tell-Kameraden pünktlich um zehn am Schießstand. Der Schützenzug später und der Bunte Abend waren wunderbar. Nur mit der Kutsche hatte die Tell ein kleines Problem. Plötzlich wollte niemand mehr außer Ernst Kockerscheidt in der Kutsche fahren. Kurz entschlossen setzten sich Armin Manteufel und Bianca als Königspaar dazu. Übrigens eine einmalige Angelegenheit. Nächstes Jahr läuft der König wieder.
Der Montag begann mit dem ökumenischen Gottesdienst, an dem die Tell in ihrer normalen Stärke teilnahm. Insgesamt war die Kirche eher leer. Das Frühstück hatte an diesem Tag etwas besonderes. Nicht weil es kostenlos war – ist es immer, denn die Kasse zahlt ja -, sondern weil es diesmal aus besonderem Anlass gespendet war – von wegen der Silberhochzeit an diesem Schützenfestmontag des Tell-Kameraden Andreas Preuß. Übrigens haben auch die Damen ein kleinwenig mit Silberjubilarin Elke gefeiert.
Nun der Montag im Stenostil:
Walter Perpéet hielt seine übliche, immer tolle, Rede. Diesmal allerdings mit Anekdoten aus vergangenen Zeiten gespickt. Es folgte das Schießen auf den Königsvogel. Ein Tell-Kamerad verirrte sich dann beim Schießen auf die Königsplatte in den Käfig. Wurde aber rechtzeitig befreit.
Der Rest des Tages verging wie im Fluge und schon standen die Tell-Kameraden zum Abschluss des Schützenfestes wieder an der Bengelbude.
Beim mittlerweile auch traditionellen Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps gab es einen harten und spannenden Wettkampf. Leider ging der Wanderpokal wieder an das St. Georg Corps. Die Entscheidung fiel erst in einem Stechen. Den besten Einzelschützen stellte aber die Tell-Kompanie mit Dirk Steingen. Felix Schulze landete auf dem dritten Platz. Auch hier war ein Stechen notwendig.
Lange Zeit hatte die Tell knapp geführt, bevor die beiden letzten Schützen vom St. Georg Corps mit guten Ergebnissen ihr Corps deutlich in Führung brachten. Der letzte Schütze der Tell, Dirk Steingen, stand damit vor einer fast unlösbaren Aufgabe. 27 Ringe zum Sieg. Es reichte aber „nur“ zum Ausgleich. Und dann scheiterte er im Stechen.
Das Jahr 2007 endete mit dem Volkstrauertag. Die Tell-Kompanie war erstaunlich zahlreich vertreten. Zwölf Kameraden hatten den Weg an diesem kalten aber sonnigen Sonntagmorgen zum Rathaus gefunden. Gemeinsam mit allen anderen Schützen zogen sie zum Ehrenmal auf der Drupnas, wo Tell-Kamerad Andreas Preuß als 2. Chef der Bruderschaft die Gedenkansprache hielt.
2007 war ein gutes Tell-Jahr. Übrigens, in diesem Jahr haben die Tell-Kameraden und die Tell-Damen in vielen fruchtbaren Diskussionen bereits die Weichen gestellt für die Jubiläumsfeiern zum 100-jährigen Bestehen der Kompanie im Jahre 2009.
