Chronik 2007 bis 2010

Chronik 2010

Krippenbau

Weihnachten kann kommen. Die Weihnachtskrippe in der katholischen Kirche St. Johannes steht. Wieder haben einige Mitglieder der Tell-Kompanie  die Krippe unter der Anleitung von Tell-Kamerad Werner Schellscheidt aufgebaut. „Als Schützen sind wir Teil der Pfarr-Gemeinde“, erklärt Schelltscheidt das Engagement der Tellaner beim Krippenbau in St. Johannes.

Um elf Uhr trafen sich Tell-Vorsitzender Dirk Steingen, Peter van Balsfort, Andreas Preuß, Peter Quack und Hartmut Schmidt in der Kirche, um gemeinsam mit Schellscheidt die Krippe aufzubauen. „Das machen wir jetzt bereits im dritten oder vierten Jahr“, erklärt Dirk Steingen.

„Doch in diesem Jahr war alles etwas anders“, so der Tell-Vorsitzende.  „Werner hat immer schon das Kommando geführt beim Aufbau.“ Das war an diesem Samstag auch so. Aber da Werner Schellscheidt erst am Morgen aus der Reha in Kettwig gekommen war – und zwar auf Krücken, konnte er leider nicht selbst mit anfassen.

„Das schwierigste am Aufbau ist immer die Unterkonstruktion“, erklärt Kassierer Hartmut Schmidt. Sie besteht aus schweren Bühnenteilen, die aus einem Schuppen im Pfarrgarten geholt werden müssen.

Aber auch die Tannenbäume aufzustellen, ist jedes Jahr aufregend. „Nie passen die Stämme in die Ständer“, weiß Peter Quack. Er ist jedes Jahr zuständig dafür, die Stämme auf das richtige Maß zu bringen. „Nächstes mal bringe ich eine elektrische Säge mit“, sagt Dirk Steingen – jedes Jahr.

Am Ende sind alle ein wenig geschafft, aber auch stolz, dass es wieder so schön geworden ist. Im Januar treffen sich die sechs Tellaner wieder in St. Johannes. Dann zum Krippenabau.

Volkstrauertag

Die Tell-Kompanie Lintorf beteiligte sich mit einer großen Abordnung an der Gedenkfeier der Bruderschaft anlässlich des Volkstrauertages. Angeführt vom Vorsitzenden Dirk Steingen und Fahnenträger Felix Schulze zogen die Tellaner im Trauermarsch mit zur Drupnas. Dort hielt Tell-Mitglieder Andreas Preuß als stellvertretender Vorsitzender der Bruderschaft die Gedenkansprache.

Neue Satzung, alter Vorstand

Die Tell-Kompanie hat auf der Jahreshauptversammlung am gestrigen Freitagabend den Vorstand in seinem Amt bestätigt. Dirk Steingen bleibt auch für die kommenden beiden Jahren Vorsitzender. Ihm zur Seite stehen im Vorstand die Tell-Kameraden Walter Perpéet als Geschäftsführer und Hartmut Schmidt als Kassierer. Alle drei wurden einstimmig wiedergewählt. Achim Manteufel wurde für die kommenden beiden Jahre zum Kassenprüfer bestimmt.

Zuvor war in der eigens einberufenen außerordentlichen Versammlung die neue Satzung genehmigt worden. Sie ersetzt die Satzung von 1977. Tell-Vorsitzender Steingen: “Neu ist vor allem die inaktive Mitgliedschaft. Hier haben Anwärter die Möglichkeit, unsere Kompanie und das Schützenwesen kennenzulernen, ohne sich gleich fest binden zu müssen.” Die neue Satzung hatten Dirk Steingen, Peter van Balsfort und Andreas Preuß ausgearbeitet. Sie muss jetzt noch vom Vorstand der Bruderschaft geprüft werden.

Überraschend erhielt die Tell nach der Versammlung noch hohen Besuch: Bruderschaftskönig Pierre Heisterkamp. Das Prinz-Eugen Corps hatte zur gleichen Zeit Versammlung im Bürgershof, dem Stammlokal der beiden Formationen.

Familientag

Der Familientag hat bei der Tell-Kompanie Lintorf eine lange Tradition. Meist wird gewandert, oft in der näheren Umgebung des heimatlichen Lintorfs. So auch am vergangenen Samstag. Eine kleine Gruppe der Tell-Familie traf sich am Stammlokal Bürgershof, um von dort aus zur beliebten “Schmitz Wiese” im Hinkesforst zu wandern. Bei Kaffee, Kuchen und einem leckeren Alt verbrachten die Tellaner hier ein paar gemütliche Stunden.

Kurz nach 14:30 Uhr machte sich die Tell-Familie auf den Weg. Es ging zunächst entlang dem Dickelsbach bis zur Straße nach Angermund. Dann noch eine kurze Wanderung und schon waren die Tellaner am Ziel angekommen. Familie Schmitz hatte bereits den Kaffeetisch gedeckt und das Fass angeschlagen. Leider wollte das Bier unbedingt oben aus dem Fass herauslaufen. So mussten sehr schnell ein paar Glas Bier gezapft werden, was den Kaffeekonsum einschränkte.Aber zum Kuchen schmeckt durchaus auch ein kühles Alt.

Kaum war der Kuchen verdaut, kam auch schon der Kartoffelsalat und das Grillfleisch auf den Tisch. Auch hier sagten die Tellaner nicht nein und griffen kräftig zu. Anschließend klang der Familientag gemütlich aus.

Schützenfestmontag

Die Zahl der Schützen bei ökumenischen Gottesdienst in St. Anna hielt sich in engen Grenzen, noch dürtiger war allerdings die Teilnahme der Tell-Kompanie: Fünf Tellaner kamen zum Gottesdienst. Zur Ehrenrettung der Kompanie muss man sagen, dass auch beim Frühstück wohl ein historischer Tiefstand erreicht wurde. Ganze 16 Tell-Kameraden trafen sich zum Frühstück im Bürgershof, dazu kamen drei Gäste.

Nachdem guten Frühstück begrüßte Tell-Vorsitzender Dirk Steingen die Tell-Kameraden zum letzten Tag des Schützenfest. Walter Perpéet hielt später eine seiner berühmten Montagmorgenreden. Allerdings mahnte er diesmal niemanden, sich den Königsschuss wohl zu überlegen. Vielmehr las er aus alten Protokollen vor. Die Tellaner hatten dabei sehr viel Spaß. Und beim nächsten Familienfest wird sicher wieder das schöne Wollwickelspiel eingeführt, dass die Tellaner schon vor 50 Jahren gespielt haben.

Beim Schießen der letzten drei Pfänder am Mittag blieb die Tell erneut erfolglos, obwohl wieder gute Chancen bestanden. Aber auch am Königschießen beteiligte sich die Kompanie nicht. Dafür wurde anschließend im Garten des Kompaniekönigs Werner Schellscheidt die Zeit bis zum Antreten an der Krummenweger Straße überbrückt.

Familie Schellscheidt hatte zur Stärkung der Tellaner und der Tell-Damen einiges aufgefahren. Keiner musste hungrig oder durstig zum Antreten gehen. Doch bevor es zum Antreten ging, verbrannten Geschäftsführer Walter Perpéet und Hauptmann Peter Böning die am Vormittag im Bürgershof gezeichneten Zettel.

Dann ließ der zweite Geschäftsführer Peter van Balsfort die Tell wissen, dass er sehr unglücklich ist. Unglücklich mit seinem Posten als zweiter Geschäftsführer. Alle anderen Vorstandsmitglieder hätten Aufgaben, die sie mit Bravour erfüllten, nur er, er hätte keinerlei Aufgabe. Er stecke in einer tiefen Sinnkrise. Aber er hoffe, aus dieser Krise gestärkt heruaszufinden.

Eine ungewöhnlich scharfsinnige Rede, in der PvB allen anderen Vorstandsmitgliedern ein mehr als dickes Lob für ihre Arbeit aussprach!

Schützenfestsonntag

Der Schützenfestsonntag hat für die Tell-Kompanie in den vergangenen Jahren besser begonnen. Diesmal ging die Tell beim Pfänderschießen leer aus. Und das, obwohl die Schießnummern fünf bis sieben Tellaner waren. Aber der Kopf des Ehrenvogels war schon nach dem vierten Schuss weg und der andere wollte nicht fallen, jedenfalls nicht bei einem Tellaner.

Für gute Stimmung aber sorgte Tell-Mitglied Joachim Schwalbe. Anlässlich seines nur wenige Tage zurückliegenden 50. Geburtstags hatte er ein Tablett Brötchen mitgebracht. Das war dann auch nach wenigen Minuten leer gegessen.

Wie schon am Samstag fanden nur 16 Tell-Kameraden den Weg zum Kirmesplatz. Leider fehlte die “alte Garde” der Kompanie das komplette Schützenfest über. Vielleicht muss die Tell demnächst einen Fahrdienst für ihre älteren Mitglieder einrichten.

Vom Schützenplatz ging es kurz vor Mittag zum Biwak im Bürgershof. Bei Musik vom DB Orchester Duisburg und einem leckeren Essen vom Tell-Kamerad Lutz Lohmann wurde die Zeit bis zum Schützenzug überbrückt. Die war allerdings länger als gedacht.

Denn kurz vorm Antreten auf dem Marktplatz öffnete der Himmel seine Schleusen. Zum Glück sind die riesigen Sonnenschirme im Biergarten des Bürgershofes wasserdicht. Mit etwa halbstündiger Verspätung ging es dann doch zum Aufstellungsplatz an der Schmeilt. Denn es hatte aufgehört zu regnen. Aber nur bis zum Beginn des Schützenzuges, dann kam der große Regen zurück. Einzig Tell-König Werner Schellscheidt störte der Regen überhaupt nicht.Er saß in seiner Kutsche im Trockenen.

Nachdem verkürzten Schützenzug ohne Parade trafen sich die Tellaner am Abend wieder im Zelt zum Bunten Abend. Hier wurde noch bis spät in die Nach gefeiert. Umso erstaunlicher, dass die Tellaner am anderen Morgen pünktlich zum Frühstück erschienen.

Schützenfestsamstag


Warning: Division by zero in /homepages/4/d229663812/htdocs/telllintorf/wordpress/wp-content/plugins/nextgen-gallery/products/photocrati_nextgen/modules/nextgen_basic_singlepic/templates/nextgen_basic_singlepic.php on line 13

Die Tell-Kompanie Lintorf 1909 hat am Schützenfestsamstag, 14. August, ihr erstes Biwak seit vielen Jahren gefeiert und damit das Schützenfest eingeläutet. Tellkamerad Andreas Preuß hatte dazu in seinen Garten eingeladen.

Bei Brötchen mit Leberkäse und herrrlichem Sonnenschein bereiteten sich die Tellaner auf die kommenden drei anstrengenden Tage vor. Anlass für das erste Biwak der Tell war der 50. Geburtstag des zweiten Vorsitzenden am vergangenen Dienstag. Dirk Steingen, Tell-Vorsitzender, bedankte sich für die Einladung.

Am frühen Abend zogen die Tell-Mitglieder dann gemeinsam zur Aufstellung der Bruderschaft, um am Festgottesdienst in St. Anna teilzunehmen. Zuvor allerdings hatten sie in fünf Minuten die Biertische und die beiden Pavillions abgebaut. Fast nichts im Garten erinnerte mehr an die vergangen drei vergnüglichen Stunden.

Mit 15 Tellaner war die Tell-Kompanie am Abend beim Gottesdienst, der Totenehrung und dem Zapfenstreich relativ gut vertreten. Die Tellfrauen hatten sich zum Abendessen im neuen Simon’s am Marktplatz getroffen.

Nach ein paar gemütlichen Runden im Festzelt, endete der erste Tag des Schützenfestes für die Tell wie meist an der Bengelbude.

Die Tell beim Möschesonntag

Am vergangenen Sonntag war die Tell-Kompanie Lintorf beim Möschesonntag der Lintorfer Bruderschaft. Die Tellaner trafen sich pünktlich um 10:45 Uhr zum Antreten auf der Drupnas. Pünktlich kam auch der Regen wieder. Er sollte die Tell und die Bruderschaft an diesem Tage auch nicht wirklich mehr verlassen. Ständig fiel der Regen in dicken Tropfen.

Das aber vermieste den Tellaner den schönen Tag nicht. Erst feierte die Kompanie gemeinsam mit den Tellfrauen im Zelt. Später, als für einige Zeit einmal die Sonne schien, gingen die Tellaner ins Freie. Am frühen Nachmittag endete für die Tell-Kompanie der Möschesonntag. Jetzt freuen sich die Tellaner auf das kommende Schützenwochenende. Der nächste Termin für die Tell ist die Jugendfete der Bruderschaft im Pfarrrzentrum St. Johannes.

Tell-Kompanie beim Jubiläumsschützug in Kaiserswerth

Nach dem anstrengenden verspäteten Königsfest der Tell-Kompanie am Samstagabend waren die Tellaner recht zahlreich beim Jubiläumsumzug an diesem Sonntag in Kaiserswerth am Rhein vertreten. Immerhin sieben Kameraden begleiteten die Lintorfer Bruderschaft nach Kaiserswerth, die insgesamt mit über 100 Mitgliedern zur befreundeten Bruderschaft gefahren waren. Angeführt wurden die Tellaner selbstverständlich durch den Vorsitzenden Dirk Steingen. Mit dabei war natürlich auch Fahnenträger Felix Schulze, der die Tellfahne bei annähernd 30 Grad mit stoischer Ruhe durch.

PQs verspätetes Königsfest

Für Samstag, 3. Juli, hatte Ex-König PQ die Tell-Familie und Freunde zum Königsfest in seinen Garten eingeladen. Bei 35 Grad und herrlichem Sonnenschein baute er Zelte im Garten auf. Mit dem Anpfiff des Viertelfinalspiels der Fußballweltmeisterschaft Deutschland gegen Argentinien verdunkelte sich nicht nur die Miene des ehemaligen Tell-Königs Peter Quack, auch der Himmel verdunkelte sich zusehends. Es begann zu regnen. Doch mit dem Abpfiff des Spiels, das Deutschland 4:0 gewann, hörte auch der Regen auf. So stand einem gelungenen verspäteten Königsfest nichts im Wege.Verspätet deshalb, weil längst im sauerländischen Latrop der neue König Werner Schellscheidt ermittelt und inthronisiert worden war.

Tell-Vorsitzender Dirk Steingen und Tell-Dame Elke Preuß bedankten sich bei PQ und seiner Ex-Königin Hildegard für die Einladung und das schöne Königsjahr. Dirk Steingen überreichte dem Ex-König einen Umschlag mit einer Karte, auf der alle Namen der anwesenden Tell-Kameraden und ihrer Frauen standen. Elke Preuß überreichte Hildegard Quack zwei Laternen zur Erinnerung an das Königsjahr. Tell-Kamerad Andreas Preuß schenkte dem Ex-König PQ noch ein besonderes Geschenk: ein HighPeQ – so hieß das Gerät tatsächlich, mit einigen Bildern des vergangenen Königsjahres.

Der amtierende Tell-König Werner Schellscheidt hatte seiner Tell-Familie ein Geschenk mitgebracht. Jede Tell-Dame erhielt eine Tafel Schokolade, jeder Tell-Kamerad eine kleine Flasche Killepitsch. Daran hing ein kleiner Zettel: Von der Kaffeekönig Christa!

Zu den Gästen gesellte sich am späteren Abend noch Schützenchef Herbert Hirsch. Er war vorher beim Königsfest des Lambertus Corps gewesen.

Übrigens, der Regen hatte kaum Abkühlung gebracht. Und so feierte die Tell-Kompanie in der lauen Sommernacht noch lange im PQschen Garten bei einem Pils oder Alt und gutem Essen.

Königstour nach Latrop

Das Königschießen der Tell-Kompanie beginnt am Samstagmorgen am Stammlokal Bürgershof mit zwei „Kaffeehemden“. Tell-Kamerad Werner Schellscheidts Hemden waren beim Transport zum Bürgershof leider unter die Kaffeekanne geraten. Zwei wunderschöne braune Flecken zierten nun die guten Stücke. Christa Schellscheidt aber wusste Abhilfe: Sie holte einfach zwei frische von zuhause.

Der Start mit dem Bus war ebenso erfolgreich. Kaum auf der Autobahn, stand die Tell vorm Breitscheider Kreuz im Stau. Doch der war nur kurz und sehr bald machte die Tell schon Rast auf einem Parkplatz auf der A4 bei Reichshof. Die Brötchen waren ebenso schnell verputzt wie der Kaffee getrunken. Der Vorteil: Die Pause war kurz und die 15 Tellaner und ihre Frauen waren schon eine Stunde früher in Latrop als geplant.

Der Latroper Ortsverein hatte ein Zelt für die Tell errichtet. Zum Glück, denn ein paar Schauer gab es am Nachmittag doch. Biertische und Bänke waren schnell aufgebaut, ein Fass frisches Veltins angestochen und für die beiden einzigen Kenner wahrer Bierkultur in der Tell-Kompanie, Joachim Schwalbe und Andreas Preuß, hatte der Festausschuss einen Kasten Frankenheim Alt aus der Heimat mitgebracht.

Während die Telldamen zunächst Kaffee und Kuchen tranken, eröffnete König Peter Quack das Schießen mit seinem Schuss auf das erste Pfand. Den Kopf des Königsvogels schoss nach wenigen Runden Hauptmann Peter Böning. Der rechte Flügel dauerte etwas länger und gab Anlass zu Diskussionen: Waren das noch Reste des Flügels, die dort zusehen waren, oder nur noch die Dübel?

Alle, bis auf den verhinderten Pfänderschützen Bert Manteufel, wollten weiter auf den Flügel schießen. Die letzten Reste des rechten Flügels holte dann schließlich Armin Manteufel. Kein wirklicher Trost für den vermeintichen Pfänderschützen Bert, dass nun der Bruder den Flügel holte. Kein Wunder, dass den linken Flügel dann noch Achim Manteufel schoss, der Vater der beiden. Die beiden letzten gingen an Andreas Preuß (Schwanz) und Felix Schulze (Rumpf).

Beim eigentlichen Königschießen übernahmen die Tellaner Latroper Gepflogenheiten. Es wurde nicht auf eine Platte geschossen, sondern auf einen ganzen Vogel. Der hing an einer Kette, die von einer grün gestrichen Holzplatte unterbrochen war. War die Platte durchgeschossen, fiel der Königsvogel herunter und der König war ermittelt.

Wie das ablaufen sollte, konnten sich die Tellaner nicht richtig vorstellen.Trotzdem schossen erst zehn Kameraden auf die grüne Platte. Am Ende blieben fünf übrig, die sich ernsthaft um die Königswürde bemühten: Wolfgang Küpper, Achim Manteufel, Andreas Preuß, Werner Schellscheidt und Jürgen Steingen. Letztlich war Werner Schellscheidt der beste oder glücklichere Schütze. Bei seinem Schuss riss die Platte und der Königsvogel stürzte in Tiefe. Zum Glück war er angeleint und wurde vor dem Aufprall auf dem Boden abgefangen.

Werner Schellscheidt standen die Tränen in den Augen, als er die Glückwünsche seiner Kameraden entgegennahm. Auch Christa Schellscheidt freute sich riesig über den gelungenen Schuss.

Bei der Inthronisation am Abend im Latroper Gasthaus Hanses Bräutigam hatte sich der neue König gefangen. Dafür war dem scheidenden König Peter Quack eine gewiesse Enttäuschung über das Ende der Königszeit deutlich anzusehen.

Fronleichnam

Nur wenige Tell-Kameraden fanden an Fronleichnam den Weg zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen war über die geringe Teilnahme der Tellaner ein wenig enttäuscht, zumal die Bruderschaft insgesamt doch sehr zahlreich vertreten war. Immerhin waren später auf dem Schützenplatz acht Tell-Kameraden dabei, als Horst-Bruno Schloßmacher neuer Traditionskönig der Bruderschaft wurde. Bei herrlichem Sonnenschein und einem kühlen Bier verbrachte die Tellfamilie einen schönen Feiertag.

Preis- und Pokalschießen

Das Preis- und Pokalschießen der Tell-Kompanie war wieder ein voller Erfolg. Immerhin 13 Tellaner fanden den Weg ins Clubheim des St. Georg Corps, darunter natürlich auch Tell-König Peter Quack mit seiner Königin Hildegard. Vorsitzender Dirk Steingen war zufrieden. Schon beim Aufbau hatten sechs Tellaner und zwei Tell-Damen ganze Arbeit geleistet. Auch wenn es ziemlich kalt war, wurde doch zunächst einmal im Freien gefeiert.

Ging auch nicht anders, wollten die Tellaner dem Wettkampf der Tell-Damen zuschauen. Die ermittelten ihre Pokal- und Preissieger nämlich erstmals im Pfeilewerfen. Diese gefährliche Sportart wurde vorsichtshalber im Freien durchgeführt. Den Pokal gewann schließlich Christiane Steingen nach Stechen mit Elke Preuß. Die beiden belegten auch die ersten beiden Plätze im Preiswerfen. Dritte wurde hier Ulla Manteufel.

Bei den Männern siegte im Pokalschießen Andreas Preuß mit 27 Ringen vor Hauptmann Peter Böning und Marc Dutschke (jeweils 26 Ringe). Das Preisschießen entschied Marc Dutschke (29 Ringe ) für sich. Zweiter wurde Pokalverteidiger Walter Perpéet mit 27 Ringen. Der dritte musste im Stechen ermittelt werden. Dirk Steingen, Achim Manteufel und Andreas Preuß hatte jeweils 26 Ringe. Hier setzte sich dann Dirk Steingen durch.

Vorsitzender Dirk Steingen dankte den Spendern der Preise und vor allem Peter Böning, der wieder für das leibliche Wohl sorgte. Er spendete nicht nur das Grillgut, er grillte es auch gleich wieder einmal selbst.

Stammtisch

Am Freitagabend, 9. April, fand der Tell-Stammtisch erstmals in der “Grenze” statt. Elf Tell-Kameraden fanden den Weg in den fernen Lintorfer Osten. Auf der eine Seite des Weges mussten sie vorbei am unheimlich stillen Friedhof, auf der anderen Seite begleitete sie der große, dunkle Wald mit seinen geheimnisvollen unbekannten Bewohnern. Noch unheimlicher, das war allen Tellaner klar, würde der Rückweg im Dunkeln sein. Äußerst mutige Tellaner, wie der stellvertretende Kassierer Jürgen Steingen, machten sich trotzdem alleine auf den gefährlichen Weg.

Bei einem Glas Bier und leckerem Essen wurde in der “Grenze” aber erst einmal fernab einer Tagesordnung über Gott und die Welt gesprochen. So wurde der lange Rückweg ins Dorf verdrängt. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen war jedenfalls sichtlich zufrieden mit dem guten Besuch des Stammtisches. Bleibt zu überlegen, ob der Stammtisch nicht generell in der “Grenze” stattfinden soll.

Übrigens hätten es sogar zwölf Tellaner beim Stammtisch sein können. Doch Tell-König Peter Quack hatte sich an diesem Abend entschuldigen lassen. Er hatte Hochzeitstag.

Ostereierschießen

Die Tell-Kompanie war recht zahlreich beim Ostereierschießen des Reitercorps vertreten. Angeführt wurden die Tellaner von ihrem Vorsitzenden Dirk Steingen und Kompaniekönig Peter Quack. Als Gäste mitgebracht hatten die Tellaner Dieter und Astrid Sommer aus Hösel. Felix Schulze schoss 29 Ringe und war damit bester Tellaner. Zum Pokalsieg reichte es indes nicht. Er teilte sich den zweiten Platz mit drei weiteren Schützen. Erster wurde Gerhard Manger, Lambertus Corps, mit unglaublichen 30 Ringen.

Bei herrlichem Sonnenschein war beinahe der komplette Vorstand der Tellaner zum großen Fest der Reiter gekommen: Vorsitzender Dirk Steingen, Geschäftsführer Walter Perpéet, Hauptmann Peter Böning, stellvertretender Vorsitzender Andreas Preuß und stellvertretender Geschäfstführer Peter van Balsfort. Mit Felix Schulze war auch ein Nicht-Vorstandsmitglied da.

Fischessen

Die Karnevalsfeste der Tell-Kompanie aus den 1950er Jahren sind in Lintorf eine Legende. Heute geht es bei den Schützen weniger karnevalistisch zu. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen hatte die älteste Kompanie der Lintorfer Bruderschaft zum Fischessen in das Stammlokal Bürgershof eingeladen. Dort beendeten die Tellaner die Karnevalszeit mit einem gemütlichen Beisammensein bei Fisch und Fastenbier.

Die Teilnahme der Tell-Kameraden hätte etwas besser sein können, doch tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Erst kurz vor Mitternacht verließen auch die letzten Tellaner das Stammlokal. Hilfreich war sicher wieder der großzügige Kassierer, der die Getränke aus der Tell-Kasse bezahlte. Natürlich ließ sich Tell-König Peter Quack nicht lumpen und stockte den Betrag auf. Und erst als sich trotzdem das Geld dem Ende zuneigte, legten die Tellaner noch einmal schnell etwas nach.

Titularfest

Seit 40 Jahren ist Ludwig Hahn Mitglied der Tell-Kompanie Lintorf. Für die langjährige Mitgliedschaft wurde er jetzt beim Titularfest von der Bruderschaft geehrt. Neun Tellaner waren zur Generalversammlung der Bruderschaft ins Pfarrzentrum St. Johannes gekommen. Vergangenes Jahr waren es elf gewesen. Doch Vorsitzender Dirk Steingen musste wegen Krankheit absagen ebenso wie der erste Geschäftsführer Walter Perpéet. Tell-König Peter Quack und Hauptmann Peter Böning führten daher an diesem Sonntag die Kompanie. Die Tellaner gehörten bei diesem Titularfest zu den Letzten, die das Pfarrzentrum St. Johannes verließen.

Übrigens sorgte Tell-Kamerad Andreas Preuß kurz vor Ende der Versammlung für einen Lacher. Unter Punkt Verschiedenes meldete er sich zu Wort. Und was sagte er völlig überrascht: “Es schneit ja!”

Krippenabbau

Wie bereits im Vorjahr hat die Tell-Kompanie auch in diesem Jahr die Weihnachtskrippe in St. Johannes abgebaut. Werner Schellscheidt macht dies seit Jahren und hat die Tell-Kameraden überzeugt, ihm dabei zu helfen. Mit von der Partie waren heute Kompaniekönig Peter Quack, Tell-Vorsitzender Dirk Steingen, Kassierer Hartmut Schmidt, Hauptmann Peter Böning, der zweite Geschäftsführer Peter van Balsfort und der stellvertretende Vorsitzende Andreas Preuß.

Brauchten die Tellaner beim Aufbau noch über drei Stunden, reichte den sieben unentwegten Helfern für den Abbau eine knappe Stunde, die Figuren im Schrank zu verstauen, die Tannenbäume hinauszustellen und die schweren Bühnenteile ins Gartenhaus zu schleppen.

Es dauerte nur etwas länger, weil Küsterin Anne Wiesenhöfer hinterher noch zum Kaffee lud.

Neujahrsempfang der Bruderschaft

Die Tell-Kompanie war beim Neujahrsempfang der Bruderschaft wieder gut vertreten. Jürgen Steingen, Hartmut Schmidt (für Bettina Doss) und Christa Schellscheidt waren als Anzeigenkunden geladen, Werner Schellscheidt als Vertreter des Tus 08 Lintorf, Dirk Steingen als Tell-Vorsitzender und Andreas Preuß als stellvertretender Bruderschaftsvorsitzender. Tell-König Peter Quack konnte beim Empfang leider nicht dabei sein.

Demnächst möchte die Kompanie übrigens wieder als Ausrichter des Neujahrsempfang mit von der Partie sein. Voraussetzung dafür: die Tell stellt wieder den Bruderschaftskönig!

Neujahrsumtrunk

Flogen im vergangenen Jahr die Papierflieger im Stammlokal Bürgershof der Tell-Kompanie, waren es beim diesjährigen Neujahrsumtrunk der ältesten Formation der St. Sebastianus Schützenbruderschaft die Schneebälle. Doch vorher begrüßte Tell-Vorsitzender Dirk Steingen die Tellaner und ihre Familien zum Neujahrsumtrunk nach dem großen Jubiläumsjahr. Erst viel später gegann die heimliche Schlacht zwischen Moritz Steingen und … allen anderen.

Dirk Steingen dankte allen, die 2009 bei der Vorbereitung der Jubiläumsfeier der Kompanie geholfen hatten. Er wünschte sich, dass möglichst viele auch beim nächsten Jubiläum – 2034 – der Kompanie dabei sein werden.

Die inzwischen traditionellen Schnittchen spendierten in diesem Jahr Jürgen Steingen und Werner Schellscheidt. Tell-Kamerad Schellscheidt wollte damit vermutlich die Krippenbauer der Kompanie bestechen. Nach dem Aufbau der Weihnachtskrippe in St. Johannes muss sie nun natürlich wieder abgebaut werden. Übrigens reichten die Schnittchen für alle. Es waren nämlich gerade einmal zwölf Tellaner zum Neujahrsumtrunk gekommen. Vielleicht lag’s am ungewöhnlichen Schneefall des Vortages.

Einen Vorteil hatte es: Die von Kassierer Hartmut Schmidt freigegebene Summe für das eine oder andere “Freigetränk” hat lange gehalten. Und lange bevor die Kasse hätte schließen müssen, schaffte es der zweite Geschäftsführer Peter van Balsfort mit einem panisch in die Runde geworfenen “Die Kasse schließt” die Tellaner zu einer ungeplanten Hutrunde zu animieren. Angeblich ein Versehen, in Wahrheit vermutlich aber ein abgekartetes Spiel von Kassierer und zweitem Geschäftsführer.

Der Ansprache des Tell-Vorsitzenden folgten – wie es sich für einen Neujahrsumtrunk gehört -viele interessante Gespräche. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass die Sitzungordnung bei den Tellaner anscheinend in Stein gemeißelt ist. Auf der einen Seite die Tell-Kameraden, auf der anderen die Tell-Damen. Wer von außen zuschaut, könnte glauben, die Tellaner haben ständig Streit mit ihren Frauen.

Silvesterparty

Gehört die Silvesterparty noch zur Chronik 2009 oder bereits zur Chronik 2010? Die Tell hat sich nach reiflichen Überlegungen und tiefschürfenden philosophischen Diskussionen über die Zeit und ihr Wesen für 2010 entschieden. Schließlich wird der Beginn des neuen Jahres gefeiert, auch wenn das alte Jahr verabschiedet wird. Und der entscheidende Punkt, der für die Chronik 2010 spricht: Die Silvesterparty endete 2010!

Die letzten Gäste verließen die erste Tell-Sivesterparty in der 100-jährigen Geschichte der Kompanie kurz nach drei Uhr am Neujahrsmorgen. Die ersten waren nicht sehr viel früher gegangen. Ein mehr als deutliches Zeichen, dass es eine gelungene Feier war, die der Festausschuss – Christiane Steingen, Elke Preuß, Hartmut Schmidt und Peter van Balsfort – in monatelanger Arbeit vorbereitet hatte.

Ein wenig erinnerte die Silvesterfeier an die wilden Karnevalsfeste der Kompanie in den 1950er Jahren. Kein Wunder, war die Wirtschaftswunderzeit doch das Motto dieses Abends.

Ulla Manteufel berichtete vom samstäglichen Badetag in der Familie. Nicht ganz klar wurde, ob sie aus eigener Erfahrung erzählte. Aber die Älteren, also diejenigen, die sich zumindest bis in die frühen 60er Jahre zurückerinnern können, hatten wohl alle ähnliches erlebt: Die Zinkbadewanne in der Küche, die Eimer für Eimer mit heißem Wasser gefüllt wurde und in die nach und nach die ganze Familie kletterte. Ab und an wurde heißes Wasser nachgefüllt. Allerdings wurde über die Reihenfolge gestritten. Während bei Ulla Manteufel erst die Kinder badeten und dann die Eltern und Großeltern, kannten andere eher die umgekehrte Reihenfolge. Der Applaus galt Ulla Manteufel. Vielleicht war aber auch ein bisschen Erleichterung dabei, weil sich die Badesitten in den letzten 50 Jahren doch etwas geändert haben.

Peter van Balsfort und Hartmut Schmidt zeigten ihr heimliches karnevalistisches Können in dem Sketch „Bengelbude“. Gekonnt nahmen sie das Kompanieleben in ihrem Dialog auf eine witzige Art auf die Schüppe. Doch plötzlich kamen die beiden „Bengeldamen“ Christiane und Elke und begannen die Theke aufzuräumen – eben wie an der Bengelbude beim Schützenfest.

Wolfgang Küpper war der Gewinner des Bilderrätsels. Drei Tell-Kameraden mussten erkannt werden. Leider gab es sie nur auf Kinderfotos. Da die Tellaner Teil einer Bruderschaft sind, lösten sie das Rätsel eher kollektiv und es gab praktisch keine falschen Antworten. Wolfgang Küppers Gewinn: Als ausgezeichneter Tänzer durfte er einen Twist aufs Parkett legen.

Neujahrsempfang 2009

Die Tell-Kompanie begann das Jubiläumsjahr 2009 mit dem Neujahrsempfang. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tell-Kameraden in diesem besonderen Jahr. 100 Jahre alt wird die Kompanie. Am 14. März feiern die Tellaner im evangelischen Gemeindezentrum mit vielen Gästen.
Doch heute stand das vergangene Jahr im Mittelpunkt der Gespräche. Die Tellaner ließen 2008 Revue passieren, erinnerten sich an die schönen Stunden des vergangenen Jahres. Sie blickten aber auch in die Zukunft. Archivar Andreas Preuß hatte die Präsentation mitgebracht, die er für die Jubilarfeier vorbereitet hat. Gut eine Stunde Fotos aus 100 Jahren Tell. Da gab es viel zu erzählen.
Da Kassierer Hartmut Schmidt wegen Krankheit fehlte, stellte sich allen die große Frage, wie lange denn die Kasse geöffnet hätte und das Bier nicht bezahlt werden müsste. Doch Vorsitzender Dirk Steingen machten allen Wunschträumen ein schnelles Ende. Er hatte morgens mit dem erkrankten Kassierer telefoniert und die Summe festgelegt, die für diesen Tag zur Verügung stand.
Tell-Urgestein Ernst Kockerscheidt hatte die entscheidende Idee. Alle geben eine kleine Spende und schon kann auf Kosten der Kasse weiter gefeiert werden. So ging es noch lange hoch her im Kompanielokal Bürgershof. Besonders bedanken sich die Tellaner bei König Peter van Balsfort, der Schnittchen für den kleinen Hunger bestellt hatte.

Titularfest

Wie jedes Jahr so war die Tell-Kompanie auch in diesem Jahr stark beim Titularfest der Bruderschaft vertreten. Zwölf Tellaner, fast die halbe Kompanie, war an diesem Morgen angetreten. Vorsitzender Dirk Steingen: „Es freut mich sehr, dass die Kompanie so regen Anteil am Bruderschaftsleben nimmt.“
Begonnen hatte das Titularfest mit dem Gottesdienst in St. Anna. Es folgte das gemeinsame Frühstück der Bruderschaft im Pfarrsaal von St. Johannes und die anschließende Generalversammlung. Am Ende blieben die Tell-Mitglieder noch auf ein Bier an der Theke im Pfarrzentrum.

Krippenabbau

Am Samstag, 31. Januar, trafen sich sechs Tellaner in der Kirche St. Johannes, um die Krippe abzubauen. Werner Schellscheidt überbrachte den Dank des Weihbischofs Koch für den Aufbau der Krippe im Dezember. Nach einer knappen Stunde war alles erledigt. Nur der Kaffee und Kuchen, die Küsterin Anne Wiesenhöfer bereit gestellt hatte, warteten noch. So ergab sich noch die Gelegenheit, über das bevorstehende Jubiläum zu sprechen.

Fischessen

Am Aschermittwoch traf sich die Tell-Familie zum traditionellen Fischessen in ihrem Kompanielokal „Bürgershof“. Zahlreich wie seit langem nicht mehr waren sie gekommen. Schließlich gab es auch viel zum bevorstehenden Jubiäum der Kompanie zu besprechen.
Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tellaner und ihre Frauen mit einer sehr kurzen Ansprache herzlichst zum gemeinsamen Fastenbeginn. Die Begrüßung geriet so kurz, dass sie wiederholt werden musste. Hatte der Tell-Chef doch vergessen, Kompaniekönig Peter van Balsfort zu begrüßen.
Mittlerweile hat sich die „westfälische Sitzordnung“ in der Kompanie wohl etabliert. Die Frauen saßen an einem großen Tisch, die Tellaner an drei weiteren Tischen. Aber ds tut der Stimmung in der Kompanie keinen Abbruch. Die Letzten verließen das Kompanielokal erst nach Mitternacht.

Historische Versammlung

Wenige Tage vor der 100. Wiederkehr des Gründungstages der Kompanie trafen sich 18 Tell-Kameraden zu einer historischen Versammlung im Kompanielokal Bürgershof. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Kompanie zur letzten Versammlung im ersten Jahrhundert ihres Bestehens. Die Tagesordnung war kurz und besprochen wurden vor allem die letzten Arbeiten für die Jubiläumsfeier am kommenden Samstag.
Das besondere an der ersten Versammlung im Jahr ist immer, dass viele Kameraden seit der Jahreshauptversammlung im November Geburtstag hatten. So ist für das leibliche Wohl an diesem Abend meist gesorgt.

Alles vorbereitet!

Am gestrigen Freitagnachmittag und am heutigen Samstagmorgen hat ein kleiner Trupp Tellaner unter Leitung des Vorsitzenden Dirk Steingen alles für die große Jubiläumsfeier im evangelischen Gemeindezentrum vorbereitet. Andreas Nemenz, Küster der evangelischen Gemeinde Lintorf-Angermund hat die Kompanie tatkräftig unterstützt. Ihm dankt die Tell-Kompanie herzlich!
Bereits am Freitag waren Dirk Steingen, Hartmut Schmidt, Walter Perpéet, Peter Böning, Peter Quack, Peter van Balsfort und gegen Ende auch Andreas Preuß im Gemeindezentrum und haben Tische geschleppt. Christiane Steingen, Bettina Doss, Elke Preuß und Babsi van Balsfort kümmerten sich um Tischdecken, Dekoration und einfach um alles, damit es heute Abend gemütlich wird.
Fast der gleiche Trupp hat heute morgen die letzten Handgriffe getan. Jetzt ist alles vorbereitet. Die Tischkarten stehen, die Blumen stehen, die Überraschung für die Gäste ist da. Es fehlen nur noch die Gäste.

Gelungene Feier

Am Samstag, 14. März, feierte die Tell-Kompanie Lintorf 1909 ihr 100-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeiern begannen mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Lintorfer Kirche St. Johannes. Anschließend zog die Kompanie mit ihren 26 Mitgliedern unter musikalischer Begleitung durch dass Tambourcorps Lintorf und die Kapelle BW Duisburg-Wedau zum evangelischen Gemeindezentrum am Bleibergweg. Dirk Steingen, Vorsitzender der Tell-Kompanie, begrüßte die Gäste; darunter Kaplan Dr. Johannes Wolter als Vertreter des Präses‘ Pfarrer Benedikt Zervosen, Herbert Hirsch, Chef der Bruderschaft, Bruderschaftskönig Holger Korb, Kronprinz Nils Adrian, Bürgermeister Harald Birkenkamp und Norbert Hünemeyer, Bezirksmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und Pfarrer Michael Diezun von der evangelischen Kirche Lintorf-Angermund. Die Laudatio hielt Gero Keusen, Vorsitzender der Wilhelm-Tell Kompanie aus Ratingen. Er führte die rund 120 geladenen Gäste in einer sehr gelungenen Laudatio in 100 Jahre Tell-Koompanie Lintorf ein.

Aufgeräumt

Das Jubiläum ist vorbei, die große Feier auch. Und es ist sogar schon aufgeräumt. Einige Tellaner hatten sich mit ihren Frauen für Sonntagnachmittag zum Aufräumen verabredet. Groß war die Überraschung und die Freude war noch größer, als die Tellaner feststellen mussten, dass längst alles aufgeräumt war. Hausmeister Andreas Nemenz hatte schon am frühen morgen die Tische und Stühle im Saal weggeräumt, schließlich sollte um 10 Uhr der Krabbelgottesdienst stattfinden.
So mussten „nur“ noch die Fässer und die leeren Kästen in den Kühlwagen geschleppt werden, die leeren Weinflaschen entsorgt, die Dekoration untergebracht und die Tischdecken zum Reinigen verteilt werden. Peter Böning und Dirk Steingen brachten das Geschirr zum Partyservice Meuersmorp nach Heiligenhaus. Dort bedankten sie sich beim Chef auch für das tolle Buffet.
Anschließend traf sich das Aufräumteam bei Tell-Kamerad Andreas Preuß im Keller, um das gelungene Fest und die erledigten Aufäumarbeiten mit einem Bier zu begießen.

Königsfest

Peter und „Lizbeth“ van Balsfort hatten die Tell-Kompanie zum Abschluss ihres Königsjahres zum Königsfest in das Clubheim des St. Georg Corps eingeladen. Und die Tell-Mitglieder waren zahlreich gekommen. Auch Schützenchef Herbert Hirsch ließ es sich nicht nehmen, ein paar Stunden mit den Tellanern zu feiern.
In dem renovierten Clubheim sorgte das Königspaar mit einer ansprechenden Dekoration für die richtige Stimmung. Dazu trugen aber auch das gute Buffet und das leckere Bier bei. Am Ende tanzten die Tell-Damen zur Musik, die Diskjokey „Hatti“ auflegte. Nicht immer traf er dabei die Wünsche seiner Fans. Hinter der Theke wechselten sich die Tellaner bei der Arbeit ab. Erst bediente Tell-Vorsitzender Dirk Steingen seine Kameraden selbst. Am Ende blieb Tell-Kamerad Werner Schellscheidt standhaft hinter der Theke.
In den frühen Morgenstunden endete ein schönes Fest, mit dem Peter van Balsfort nach eigenen Worten an eine alte Tradition der Kompanie anknüpfen wollte und wiederbeleben möchte.

Walter Perpéet räumt ab

Auch in diesem Jahr traf sich die Tell zum Preis- und Pokalschießen im Clubheim des St. Georg Corps. Neu war, dass die Damen ihr „Preis- und Pokalschießen“ bereits vorab auf einer Bowlingbahn durchgeführt hatten. So mussten nur noch die Tell-Männer um die Ehre und die Preise schießen. Doch bevor es soweit war, bereiteten König Peter van Balsfort, Vorsitzender Dirk Steingen, Hauptmann Peter Böning, Kassierer Hartmut Schmidt und 2. Vorsitzender Andreas Preuß das Clubheim für die Feier vor.
Ermattet vom Aufbau, waren die fünf beim Schießen nicht mehr so erfolgreich. Außer Dirk Steingen, der beim Preisschießen immerhin noch den dritten Platz belegte. In diesem Jahr stand das Schießen ganz im Zeichen eines Schützen: Walter Perpéet! Er holte sich den Pokal mit 25 Ringen und siegte beim Preisschießen mit 27 Ringen.
Die Preise stifteten wieder Hartmut Schmidt, Walter Perpéet und Armin Manteufel. Neu war ein Trostpreis, gestiftet von Joachim Schwalbe. Er hatte Spezialitäten aus seiner thüringischen Heimat zusammengestellt. Ludwig Hahn, der älteste Schütze an diesem Tage, errang den Preis.
Erstmals an diesem Tage trugen die Tell-Damen ihre neuen T-Shirts, die sie nun eindeutig als „Tell’s Angel“ ausweisen.

Fronleichnam

Fronleichnam ist nicht der beliebteste Termin bei der Tell. Und bei dem heutigen Wetter schon garnicht. Trotzdem fanden neun Kameraden den Weg zur Kirche oder zur Kirmes. Achim Manteufel war nahe daran Traditionskönig zu werden. Leider kam er mit der neuen Holzplatte beim Königschießen nicht zu recht. Er traf sie zwar, aber sie drehte sich nur.
So blieb den Tellanern nichts anderes übrig, als sich bei dem einen oder anderen Bier, bei Bratwürstchen und Kuchen unter dem Sonnenschirm zu drängen. Nicht, um Schutz vor der sengenden Sonne zu suchen, sondern vor dem sintflutartigen Regen. Spaß hatten sie trotzdem – oder gerade deswegen!

Königsschießen

P.Q. alias Peter Quack ist neuer Tell-König. In einem spannenden Wettkampf gegen Jürgen Steingen und Wolfgang Küpper holte er mit einem gezielten Schuss die Platte herunter.
Das Pfänerschießen zuvor zog sich ähnlich lange hin wie in Ostbevern und Altenberge. Auch die rheinischen Vögel scheinen recht stabil zu sein. Oder die Treffsicherheit der Tellaner lässt nach. Jedenfalls holten die Pfänder Marc Dutschke (Kopf), Dirk Steingen (rechter Flügel), Felix Schulze (linker Flügel), Walter Perpéet (Schwanz) und Wolfgang Küpper (Rumpf).
Nach den verregneten Tagen hatte die Tell viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien den ganzen Tag und bis in den späten Abend standen die Tell-Kameraden auf der Terrasse des Clubhauses vom St. Georg Corps. Während die Tellaner mühsam die Pfänder schossen, besserten die Tell-Damen ihre Damenkasse durch einig Bingospiele auf.
Zu trinken gab es genug. Hatte doch nicht nur Ludwig Hahn ein Fass spendiert, weil er nicht kommen konnte. Auch der noch amtierende König Peter van Balsfort spendierte eines; und natürlich der neue König P.Q. und Werner Schellscheidt und Andreas Preuß und Walter Perpéet und (sollte jemand vergessen worden sein, wir ergänzen die Liste).
Nachdem sehr guten Essen, das wieder die Firma Meuersmorp aus Heiligenhaus lieferte, kamen dann auch die Gäste der Kompanie. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte bei Königsschießen der Tell-Kompanie den Bruderschaftschef Herbert Hirsch, den König Holger Korb mit Frau, den Kronprinzen Nils Adrian mit Kronprinzessin, den Brudermeister Manfred Kleinrahm mit Frau, den 1. Brudermeister der Bruderschaft Dieter Rubner und Ehrenoberst Mecki Harte.

Pfarrfest St. Anna

Beim Pfarrfest in St. Anna war in diesem Jahr auch die Tell-Kompanie auf dem Bierstand im Einsatz. Kompaniekönig Peter Quack, Hartmut Schmidt und Dirk und Jürgen Steingen zapften ab 15 Uhr frische Alt und Pils. Bei rund 1000 Besuchern des Pfarrfestes gab es viel zu zapfen. Tell-Kamerad Andreas Preuß verkaufte dagegen am Vormittag Wertmarken und trat am Nachmittag mit dem Kirchenvorstand beim Menschenkicker gegen den Klangfarbenchor. Die fünf Tellaner hatten ihren Spaß an dem sonnigen Sonntag.

Kameradschaftsabend


Warning: Division by zero in /homepages/4/d229663812/htdocs/telllintorf/wordpress/wp-content/plugins/nextgen-gallery/products/photocrati_nextgen/modules/nextgen_basic_singlepic/templates/nextgen_basic_singlepic.php on line 13

Der sechste Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps war in jeder Hinsicht ein Erfolg. 16 Tell-Kameraden fanden den Weg ins Clubheim des St. Georg Corps am alten Bahnhof, so viele wie nie zuvor. Erstmals war die Tell stärker vertreten als das St. Georg Corps.
Zwar machte Wilfried Kröll, Vorsitzender des St. Georg Corps, bei der Begrüßung deutlich, dass die Tell den von Dirk Steingen und Alfred Jansen gestifteten Pokal nicht geschenkt bekäme. Doch davon ließen sich an diesem Abend die Tell-Meisterschützen nicht beirren.
Walter Perpéet und Joachim Schwalbe belegten mit jeweils 27 Ringen gemeinsam den zweiten Platz. Und mit 275 zu 242 Ringen insgesamt ging der Pokal an die Tell! Zum zweiten Mal in sechs Jahren. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung der Tellaner. Die Kameraden vom St. Georg Corps nahmen die überraschende Niederlage gelassen und luden gleich zum siebten Vergleichskampf im kommenden Jahr ein.

Möschesonntag


Warning: Division by zero in /homepages/4/d229663812/htdocs/telllintorf/wordpress/wp-content/plugins/nextgen-gallery/products/photocrati_nextgen/modules/nextgen_basic_singlepic/templates/nextgen_basic_singlepic.php on line 13

Für den neuen Kompaniekönig Peter Quack begann der Möschesonntag sehr früh. Gemeinsam mit Tell-Kamerad Andreas Preuß baute er einen der beiden Altbierstände auf dem Schützenplatz der Bruderschaft auf und löste damit nach vielen Jahren den Tell-Vorsitzenden Dirk Steingen ab. Der musste dafür in Tracht mit der Kompanie und den übrigen Schützen von der Drupnas aus zum Schützenplatz ziehen. Das war für ihn auch ziemlich ungewohnt.

Die Tell-Kompanie war wieder sehr zahlreich beim Möschesonntag vertreten und gab ein sehr gutes Bild. Auch die Tellfrauen kamen zahlreich zum Kirmesplatz und feierten mit ihren Männern bis in den späten Nachmittag. Die Tellaner hatten viel Spaß dabei und ließen sich auch die Königsrunde gleich zu Anfang gerne schmecken.

Schützenfest, Teil 1

Für einen Teil der Tell-Kompanie begann Schützenfest schon am Donnerstagabend. Vorsitzender Dirk Steingen, Hauptmann Peter Böning, Werner Schellscheidt, Tell-König Peter Quack und Armin Manteufel hängten die Fähnchen am Markt über der Straße auf. Es wurde berichtet, dass sie anschließend noch ein Bier auf die erfolgreiche Arbeit getrunken hätten.
Bei der Jungschützenfete am Freitagabend war die Tell leider sehr schwach vertreten. Nur Vorsitzender Dirk Steingen, Andreas Preuß und Werner Schellscheid waren dem dringenden Aufruf des Hauptvorstands gefolgt, doch zahlreich zur Fete zu kommen. Immerhin vergrößerten die Tell-Frauen Christiane Steingen und Elke Preuß die kleine Schar.
Der Samstagmorgen begann für einige Tell-Frauen ebenfalls mit Arbeit. Sie buken den Kuchen für den Seniorenkaffee im Schützenzelt. Wie seit vielen Jahren üblich sammelten Geschäftsführer Walter Perpéet und Hartmunt Schmidt die Kuchen ein. Als Dankeschön bekamen sie bei Jürgen und Ulla Steingen Kaffee und Kuchen, bevor sie die wertvolle Fracht zum Schützenzelt brachten.

Schützenfest, Teil 2

Stolz zogen 20 Tellaner am Samstagabend vom Aufstellungsplatz auf der Krummenweger Straße zur Kirche. Mit den roten Rosen am Jackett machten sie einen guten Eindruck. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen und Kompaniekönig Peter Quack waren begeistert von der großen Schar. Erstmals trugen die Tellaner keine Nelke am Jackett sondern rote Rosen. Die Änderung hatte Dirk Steingen vorgeschlagen anlässlich des Jubiläums der Kompanie.
Die Tell-Frauen trafen sich zur gleichen Zeit im Kompanielokal Bürgershof. Sie trugen alle ihre neuen T-Shirts und waren schon von weitem als „Tell’s Angel“ zu erkennen.
Nach Gottesdienst, Totenehrung auf der Drupnas, Platzkonzert und Feuerwerk verbrachten die Tellaner noch ein paar schöne Stunden an der geliebten Bengelbude auf dem Schützenplatz.

Schützenfest, Teil 3

Das Wetter war beim Jubiläumsschützenfest der Tell-Kompanie einfach ausgezeichnet. Auch am Sonntag schien die Sonne. Schon beim Pfänderschießen waren die Tellaner erfolgreich. Peter van Balsfort holte den Schwanz des Königsvogels. Zum Glück zog sich das Schießen nicht lange hin, denn bereits um halb zwölf begann im Kompanielokal Bürgershof der Frühschoppen.
Vorsitzender Dirk Steingen hatte alles hervorragend organisiert. Das DB Orchester Duisburg spielte, Tell-Kamerad und Bürgershofchef Lutz Lohmann hatte sehr leckeres Essen vorbereitet, Gero Keusen war mit einer Abordnung seiner Wilhelm-Tell-Kompanie aus Ratingen gekommen und natürlich waren auch die Tell-Damen bei diesem ungewöhnlichen Frühschoppen dabei.
Beim folgenden Schützenzug war die Tell mit 21 Schützen sehr gut vertreten und gab insgesamt ein schönes Bild ab. Dazu trugen natürlich auch die Schildträgerin, der Blumenträger und Walter und Wilhelm Tell bei.
Abends traf man sich dann zum Bunten Abend im Zelt. Das Programm gefiel den meisten wieder sehr gut. So gut jedenfalls, dass die letzten Tellanerdie Sektbar erst weit nach Mitternacht verließen.

Schützenfest, 4. und letzter Teil

Den letzten Tag des Schützenfestes begannen die Tellaner mit der Teilnahme am ökumenischen Gottestdienst, bevor sie zum gemeinsamen Frühstück in den Bürgershof gingen. Doäumrt begrüßte Dirk Steingen im Laufe des Vormittags auch Schützenchef Herber Hirsch und Brudermeister DIeter Rubner, die der Jubiläumskompanie einen kurzen Besuch abstatteten.
Später kam auch Bürgermeisterkandidat Stephan Santelmann zu Besuch und hielt eine kurze Rede. Tell-Vorsitzender Steingen konterte mit einem halben Satz: „Bei den Schützen gibt es eine einfache Möglichkeit, wie man schnell deren Herzen gewinnen kann …“ Der Bürgermeisterkandidat verstand die Anspielung und bestellte die nächste Runde.
Zuvor hatte schon Geschäftsführer Walter Perpéet mit verschiedenen Ankündigungen versucht, sein angekratztes Image aufzubessern. Zum Beispiel versprach er mit zum Bundesschützenfest zu fahren, wenn die Tell den König stellen würde. Er muss es – leider – nicht einlösen. Dann stellte er die gemeinsam mit Kassierer Hartmut Schmidt entwickelte Wahlkampfkampagne für den stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Preuß vor. Der hatte auf der letzten Monatsversammlungdie Befürchtung geäußert, im November nicht wiedergewählt zu werden. Mit der neuen Kampagne dürfte das aber wohl nicht geschehen.
Ja, und auch die Tell-Damen schauten erstmals beim Frühstück herein. Sie hatten für Walter Perpéet in seiner Funktion als Frauenbeauftragter der Kompanie ein Dienstfahrrad mit Helm gekauft (oder gebastelt). Walter Perpéet fuhr mit dem herrlich grünen Rad tatsächlich zum Schießen!
Dort waren die beiden Tell-Kameraden Dirk Steingen und Werner Schellscheidt leider nicht erfolgreich. In der ersten Runde trafen beide die Holzscheibe, aber sie fiel nicht. In der zweiten Runde verfehlte Dirk Steingen die Scheibe und Felix Thorn vom Reitercorps ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. Jetzt will die Tell das Schießen verstärkt üben. Bis zum nächsten Jubiläum hat sie 25 Jahre Zeit.
Nach dem Schießen ging es zu Tellkönig Peter Quack. Er hatte die Kompanie zum gemütlichen Ausklang des Schießens in seinen Garten eingeladen. Bei Bier und viel gutem Essen leckten sich die Tellaner nicht lange die Wunden, sondern freuten sich über den schönen Tag.
Werner Schellscheidt lud die Kompanie gleich für den 1. Mai 2010 in seinen Garten ein. Dann feiert Christa Scheillscheidt nämlich einen halbrunden Geburtstag. Dass Werner Schellscheidt die Kompanie auch noch für samstags, 16 Uhr, zum Biertrinken vor der Sportschau eingeladen hat, ist leider nur einer Tücke der deutschen Sprache zu verdanken. Tatsächlich will Tellkamerad Schellscheidt künftig am Schützenfestsamstag ab 16 Uhr in seinem Garten das Warten auf das Schützenfest gemeinsam mit der Kompanie verkürzen. Jeden Samstag wäre auch viel zu viel gewesen.

Am Familientag fast durchs Paradies

Den diesjährigen Familientag hatte der Festausschuss mit der Einladung des Tellmitglieds Ernst Kockerscheidt verbunden. Er bewirtschaftet seinen Hof in Heiligenhaus seit nun 50 Jahren. Anlass genug mit der Tell, aber vor allem auch mit den Nachbarn, mit Freunden und Bekannten ein großes Fest zu feiern.
Die Tellfamilie traf sich bereits um 14 Uhr am Kompanielokal Bürgerhof. Von hier aus ging es mit Arno Schnitzers Planwagen über Hösel nach Heiligenhaus-Talburg. Für die Getränke und Speisen an Bord hatten König Peter Quack und Ex-König Peter van Balsfort gesorgt.
Übrigens wurde die Autoschlange hinter dem Planwagen immer länger, obwohl Arno Schnitzer bei jeder Gelegenheit Platz machte. Mit einem Lächeln auf den Lippen kommentierte Tell-Vorsitzender Dirk Steingen nach der Durchfahrt des Kreisverkehrs am Krummenweg: „Würde ich mich ärgern, wenn hinter uns herführe und die Karre nicht abbiegen würde.“
Von Talburg aus wollten die Tellaner unter Führung von Peter van Balsfort am Rinderbach entlang durchs Paradies zum Abtskücherteich wandern. Dort warteten Kaffee und Kuchen im neuen Café am Teich. Damit die Tell auf dem rechten Weg zum Paradies bliebe, hatte PvB eine detaillierte Wanderkarte im Kreditkartenformat dabei. Trotzdem wurde die Pforte ins Paradies verpasst. Aber der Abtskücherteich wurde allemal gefunden. Ein paar Tellaner hatten während der Wanderung eine „Abkürzung“ gefunden. Sie erwarteten den Rest bereits am Kaffeetisch.
Gestärkt ging es auf die letzten fast 1000 Meter bis zu Kockerscheidts Hof. Tellkamerad Ernst Kockerscheidt hatte keine Kosten und Mühen gescheut. In der großen Scheune standen Zelte, Tische und Bänke. Spanferkel und Kartoffelpüree, Alt und Pils, Limonade und Apfelschorle, Wein und Sekt warteten auf die Gäste. Und am Eingang der Scheune auch ein Heizpilz. Zum Glück! Denn obwohl das Wetter kaum besser hätte sein können, wurde es mit Einbruch der Dunkelheit doch immer kälter.
Das hinderte die Tellaner aber nicht daran, das Hoffest in vollen Zügen zu genießen. Es war ein wunderschöner Abend. Zum Abschluss ging es wieder mit dem Planwagen nach Lintorf. Einige Unentwegte sollen noch auf einen Absacker zu „Hebby’s“ gegangen sein. Aber das weiß der Chronist nur vom Hörensagen.

Jahreshauptversammlung

Am Freitagabend, 6. November, wählte die Tell-Kompanie Lintorf 1909 in der Jahreshauptversammlung in ihrem Kompanielokal Bürgershof die zweite Garnitur. Einstimmig wiedergewählt wurden der stellvertretende Vorsitzende Andreas Preuß und der zweite Kassierer Jürgen Steingen. Neu im Amt ist Peter van Balsfort als zweiter Geschäftsführer der Lintorfer der Tellaner, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Neue Kassenprüfer sind Felix Schulze und Werner Schellscheidt.
In seinem Jahresbericht zog Vorsitzender Dirk Steingen Bilanz des Jubiläumsjahres. “Es war ein wunderschönes Jahr für die Kompanie”, so Steingen. Höhepunkt war die Jubiläumsfeier am 14. März, dem Gründungstag der Kompanie. Im Gründungsjahr 1909 hatten die Tellaner den König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf gestellt und im 50. Jahr des Bestehens, 1959, auch. “Natürlich hätten wir gerne den König gestellt”, fasste Steingen noch einmal das diesjährige Schützenfest zusammen. “Aber Felix Thorn von den Reitern hat einfach besser getroffen.”
Beenden werden die Tellaner das Jubiläumsjahr übrigens gemeinsam. Am 31. Dezember wollen sie das 100. Jahr mit einer gemeinsamen Silvesterfeier im Clubheim des St.Georg Corps’ ausklingen lassen. Motto des Abends: die 1950er Jahre.

Volkstrauertag

Die Tell-Kompanie beteiligte sich mit einer kleinen Gruppe an der traditionellen Gedenkveranstaltung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 zum Volkstrauertag. Vorsitzender Dirk Steingen begrüßte die Tell-Kameraden, die den Weg zum Rathaus gefunden hatten, von wo aus es im Trauermarsch zum Ehrenmal auf der Drupnas ging. Dort hielt Tell-Kamerad Andreas Preuß wie in den vergangenen Jahren die Ansprache.

Neujahrsumtrunk 2008

Am zweiten Sonntag im Januar feierten wir unseren traditionellen Neujahrsumtrunk. Gemeinsam mit unseren Damen und einigen Kindern verbrachten wir einen gemütlichen Sonntag. Wie im letzten Jahr so stiftete auch diesmal Jürgen Steingen die Schnittchen. Tell-Vorsitzender Dirk Steingen wünschte allen ein gutes Jahr 2008. Ein bisschen Leben in einen „steifen“ Neujahrsumtrunk brachten die Tell-Kinder. Sie ließen selbstgebaute Papierflugzeuge über die Tische kreisen. Mancher Tellaner entdeckte daraufhin das Kind in sich selbst und warf den Papierflieger zurück oder baute gar selbst einen Flieger.

Titularfest

Mit 13 Mitgliedern nahmen wir am Titularfest der Bruderschaft teil, darunter Neumitglied Werner Schellscheidt. Sieben Mitglieder nahmen vorher am Gottesdienst in St. Anna teil. Während der Generalversammlung wurde Gustav Karrenberg für seine nun sechs Jahrzehnte dauernde Mitgliedschaft in der Bruderschaft geehrt. Gustav gehörte zu den Schützen der ersten Stunde. 1948 wurde die Bruderschaft nach dem Verbot im Dritten Reich wiederbegründet. Übrigens wurde die Tell-Kompanie erst 1951 neu gegründet, in die Gustav Karrenberg dann wechselte. Unser Tell-Mitglied Andreas Preuß stellte sich bei Versammlung erneut erneut zur Wahl für den stellvertretenden Vorsitz und wurde einstimmig gewählt.

Kinderkarnevalszug

Einige trafen sich Karnvealsonntag vor Korb, um gemeinsam den Kinderkarnevalszug anzuschauen. Einige waren kostümiert, andere bevorzugten normale Kleidung. Dabei genossen wir die gute Versorgung mit kühlen Getränken – bei gefühlten Nullgrad Lufttemperatur – am Stand des Andreas-Hofer Korps.

Fischessen

Aschermittwoch verabschiedeten wir beim Fischessen den Karneval und startete in die beginnende Fastenzeit. König Armin musste leider die Teilnahme an diesem gemütlichen Abend absagen. Dafür waren die übrigen zahlreich erschienen.

Februarversammlung

Es muss am Datum gelegen haben: 29. Februar! Nur alle vier Jahre gibt es diesen Tag. Vielleicht waren wir deshalb so viele bei der Monatsversammlung wie schon lange nicht mehr: 17 Tell-Kameraden. Besprochen wurde die Fahrt zum Königsschießen in Altenberge im Münsterland.

Stammtisch

Am 28. März nahmen wir eine Tradition auf, die in die Anfänge der Kompanie zurückreicht: der Stammtisch. Elf Mitglieder hatten sich zu dem Experiment eingefunden. Das Experiment heißt: Einen gemütlichen Abend im Stammlokal der Kompanie verbringen ohne Tagesordnung und ohne offizielle Begrüßung. Die Gespräche streiften die Jubiläumsvorbereitungen ebenso wie die geplante Fahrt zum Königsschießen. Das Fazit: Experiment gelungen.

Preis- und Pokalschießen

Bei herrlichem Maiwetter ermittelten wir unsere besten Schützen. Bereits ab 17 Uhr hatten Vorsitzender Dirk Steingen, König Armin Manteufel und Hauptmann Peter Böning das Clubheim des St. Georg Corps vorbereitet. Als die anderen eintrafen, waren die Tische dekoriert, die Fässer angestochen und der Grill bereits heiß.
Beim Pokalschießen sah es lange nach einem Stechen zwischen Walter Peréet, Joachim Schwalbe und Andreas Preuß aus, die jeweils 25 Ringe schossen. Als letzter Schütze ging Peter Böning auf den Schießstand. Vorher stand er nämlich am Grill. Peter Böning machte dann mit drei gezielten Schüssen und 26 Ringen die Siegträume des Trios zu nichte.
Das Preisschießen gewann Walter Perpéet souverän mit 28 Ringen. Den zweiten Platz errang Felix Schulze im Stechen gegen Peter Quack. Sie hatten beide 26 Ringe.
Am späten Abend überraschten die Tell-Damen die Kompanie. Nach sechs Jahren gaben sie die Wahl eines neuen Frauenbeauftragten der Kompanie bekannt. Dieses ehrenvolle Amt hat jetzt Walter Perpéet. Dabei wird er von Hartmut Schmidt als Stellvertreter unterstützt. Christiane Steingen bedankte sich beim bisherigen Frauenbeauftragten Felix Schulze für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.

Schützenfest Tiefenbroich

Das Tiefenbroicher Schützenfest ist immer eine Reise wert, deshalb nahmen wir mit zwei Kameraden, Hauptmann Peter Böning und Andreas Preuß, am Schützenumzug in Tiefenbroich teil. Mehr gibt es aus Tiefenbroich nicht zu berichten.

Fronleichnam

Die Tell war Fronleichnam mit zwölf Mitgliedern bei der Prozession vertreten. Beim Traditionskönigschießen war die Kompanie leider nicht erfolgreich. Achim Manteufel traf weder ein Pfand noch die Königsplatte. Im nächsten Jahr wird er es erneut versuchen.

Königschießen

Die Königstour begann am Samstagmorgen auf dem Parkplatz des Bürgershofs. 18 Tellaner, 13 Tell-Damen und zwei Tell-Kinder machten sich auf den Weg nach Altenberge. Dort hatte das Organisationsteam mit Hartmut Schmidt, Dirk Steingen und Peter Böning die Besichtigung des Eiskellers arrangiert. Der Eiskeller wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den Berg hinein gebaut und diente der Kühlung des Bieres.
Zurück im Hotel ermittelten die Tell-Damen auf der Kegelbahn ihre Pokal- und Preissieger. Karin Gratzel holte sich den Pokal. Beim Preiskegeln siegte Bettina Doss vor Hildegard Quack und Karin Gratzel.
Zur gleichen Zeit schossen wir auf den Vogel. Und es bahnte sich sehr rasch das gleiche Drama an wie vor drei Jahren in Ostbevern. Die münsterländer Vögel sind nicht zum Pfänderschießen geeignet. Kopf (Peter Quack), Zepter (Peter Böning) und Apfel (Werner Schellscheidt) fielen noch ziemlich schnell. Doch der linke Flügel wollte einfach nicht fallen. Eine dreiviertel Stunde schossen wir, bis es endlich vollbracht war. Wolfgang Küpper machte dem langen Schießen ein Ende. Schwanz und Rumpf fielen dann sehr schnell. Nach einem gezielten Schuss von Felix Schulze fiel beides geichzeitig zu Boden.
Nun kam der Königsvogel an die Reihe. Nachdem zunächst eine ganze Reihe auf den Vogel schossen, blieben schließlich sechs ernsthafte Kandidaten im Rennen: Wolfgang Küpper, Werner Schellscheidt, Peter Quack, Jürgen Steingen, Gerd Gratzel und Peter van Balsfort. Doch glücklicher Gewinner dieses harten aber fairen Kampfes war Peter van Balsfort. Bis spät in die laue Mittsommernacht hinein feierten wir unseren neuen König.
Am Sonntag genossen wir dann ein wunderbares Frühstücksbüfett im Hotel Stüers. Danach war noch Zeit, um die Königstour bei einem kühlen Getränk in der Sonne ausklingen zu lassen. Nach der Rückkehr nach Lintorf gab es noch einen kurzen Aufenthalt im Biergarten des Bürgershofes, bevor es für alle nach Hause ging.

Schützenzug Ratingen

13 Tellaner zog es zum Jubiläumsschützenzug in Ratingen. Auf Einladung der Wilhelm-Tell-Kompanie der St. Sebastiani Bruderschaft Ratingen trafen wir uns bereits mittags am Alten Steinhaus. Dort hatte die Wilhelm-Tell-Kompanie zu einem kleinen Frühschoppen mit Musik ein geladen.
Gero Keusen, Chef der Ratinger Tellaner, begrüßte uns herzlich. Gegen 14 Uhr begaben wir uns zum Aufstellungsort in der Minoritenstraße. Von dort aus zogen wir insgesamt dreimal über den Marktplatz und zum Schluss noch einmal am Marktplatz vorüber. Ziemlich müde erreichten wir schließlich weit nach 17 Uhr den Festplatz.

Möschesonntag

Möschesonntag traten wir mit einer stattlichen Zahl zum kleinen Umzug an der Drupnas an. Bei strömendem Regen ging es zum Schützenplatz. Vorsitzender Dirk Steingen und Andreas Preuß genossen den trockenen Platz auf dem Altbierwagen. Peter Quack, seit kurzem für die Tell im Festausschuss, wartete ungeduldig darauf den Grill anzünden zu können.
Doch der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Zusammen mit unseren Frauen feierten wir bei der Musik des DB Orchesters und des Tambourcorps kräftig. Tell-König Peter von Balsfort war mit seiner Königin Lizbeth natürlich auch beim Möschesonntag. Tell-Kamerad Andras Preuß gab in Abwesenheit – er war noch auf dem Bierstand – eine Runde auf seinen Geburtstag.

Schützenfestsamtag

Mit 18 Kameraden traten wir zum kleinen Umzug am Samstagabend vor der Sparkasse an. Nach der Messe folgte die Kranzniederlegung an der Drupnas. Hier hielt Andreas Preuß wieder die Ansprache. Auch beim anschließenden Großen Zapfenstreich verhielten wir uns vorbildlich. Begeistert folgten wir später dem Feuerwerk am Beeker Hof und genossen die erste Königsrunde des Abends. Den ersten Tag beendeten wir –wie jedes Jahr – an der Bengelbude.

Schützenfestsonntag

Der Sonntag begann gut. Wieder waren 16 Tellaner pünktlich am Schießstand und André Kohnen holte am Ehrevogel ein Pfand,nämlich den Schwanz.
Zum Fototermin auf der Drupnas kamen sage und schreibe 22 Tell-Kameraden. Das Foto der gesamten Kompanie mit Wilhelm Tell und Sohn Walter ist als Andenken an das kommende Jubiläumsjahr gedacht. Auch am Schützenzug beteiligten wir uns mit einer großen Abordnung und machten so der Kompanie alle Ehre.

Schützenfestmontag

Der Tag begann mit dem Gottesdienst bereits um halb neun. Nach einer guten Predigt des evangelischen Pfarrers Frank Wächtershäuser trafen wir uns zum Frühstück im Kompanielokal. Am Ende hielt Geschäftsführer Walter Perpéet eine aufrüttelnde Rede. Er sagte, wer König werden wolle, müsse für sich einige Fragen eindeutig mit ja beantworten können: Steht die Kompanie hinter mir? Will ich jedes Wochenende einen Termin der Bruderschaft wahrnehmen? Steht meine Frau hinter mir? Und Werner Schellscheidt beantwortete sie für sich mit ja!
Als es um den Königsschuss ging, versammelte sich die gesamte Kompanie am „Käfig“ und drückte Werner Schellscheidt alle verfügbaren Daumen. Bei jedem Klingeln, Werner ließ es dreimal klingeln, lag uns bereits der Jubelschrei auf der Zunge. Aber die Platte wollte nicht fallen. Trotzdem oder gerade deshalb feierten wir anschließend ausgelassen bei Werner im Garten. Dort vollzog Walter auch die traditionelle Verbrennung unserer Zeichnungen vom Vormittag.
Der Krönungsabend begann für uns – und alle anderen Schützen – wie in den letzten Jahren: Auf dem Weg zum Festplatz war die Bahnschranke mehrmals geschlossen und Petrus schickte einen kurzen Schauer vom Himmel!
Felix Schulze trug für uns die Fahne auf den Thron und Bert und Armin Manteufel übernahmen die Zeltwache – und das den gesamten Abend über.
Die übrigen Tellaner feierten ausgelassen – insbesondere die Tell-Damen. Sie machten den Abend über Stimmung; sehr zur Freude der Kapelle.
Die Tell-Damen waren übrigens auch sehr angetan von dem kleinen süßen Geschenk des Frauenbeauftragten Walter und seines Stellvertreters Hartmut. Die Schachtel Pralinen war vermutlich eine Wiedergutmachung dafür, dass die beiden über Schützenfest keine Termine für die Frauen annahmen.

Familientag

Wir trafen uns an einem herrlich sonnigen Frühherbsttag am Kompanielokal zum Familienausflug. Arno Schnitzer wartete bereits mit seinem Planwagen. Dirk Steingen brachte die Vorräte für die „stundenlange“ Fahrt durch die Lintorfer und Duisburger Wälder mit.
Die Stimmung auf dem Planwagen war hervorragend. 25 Tellaner, Tell-Damen und Tell-Kinder hatten ihre wahre Freude. Je kleiner die Wege wurden, die Arno Schnitzer mit seinem Gefährt wählte, desto lauter wurde es. Spaziergänger, Radfahrer und Sportler konnten uns unmöglich überhören.
Am Ziel der Planwagenfahrt wartete ein heißer Kaffee und ein leckerer Käse- oder Apfelkuchen im Gasthof Waidmannsheil in Großenbaum. Während die Kaffeetafel aus der Tellkasse bezahlt wurde, hatten die Tell-Damen aus ihrer Kasse die Fahrt finanziert; König Peter van Balsfort hatte für die Getränke während der Fahrt gesorgt und Jürgen und Ulla Steingen für die leckeren Mettwürstchen.
Auf der Rückfahrt legte Arno Schnitzer den Turbo ein, insbesondere bei der dreifachen Umkreisung des Kreisverkehres. Wieder in Lintorf angekommen, ließen wir den herrlichen Nachmittag mit einem Abendessen im Bürgershof ausklingen.
Den Organisatoren des diesjährigen Familientages gebührt ein großes Dankeschön!

Kameradschaftsabend

Der Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps war wieder einmal ein Erfolg. Bei herrlichem Herbstwetter genossen wir Würstchen und Steaks vom Grill. Dafür überließen wir großzügig den Pokal erneut dem Gastgeber.
War die Entscheidung im vergangenen Jahr eine sehr knappe Angelegeneit, entschieden ging der Pokal diesmal sehr deutlich verloren. Doch den besten Einzelschützen stellten wir: Felix Schulze!
Nachdem Wettkampf standen wir noch lange im Freien, genossen bei einem Bier und vielen guten Gesprächen das kalte, aber trockene Wetter.

Jahresrückblick 2007

Mit dem Neujahrsumtrunk starte sdie Tell-Kompanie ins neue Jahr. Zahlreiche Tellaner waren gekommen und haben gemeinsam mit ihren Frauen auf das neue Jahr angestoßen. Vorsitzender Dirk begrüßte wünschte allen nur gutes für das neue Jahr. Kassierer Hartmut Schmidt hatte – wie jedes Jahr – die Kasse wieder geöffnet. Die ersten Runden gingen auf die Kasse. Tell-Kamerad Jürgen Steingen stiftete Schnittchen anässlich seines nur wenige Tage zurückliegenden 65. Geburtstags.

Am Vorabend des Sebastianustags begleiteten einige Tell-Kameraden den Bruderschaftskönig zum ökumenischen Gottesdienst des Bezirks Düsseldorf-Nord/Angerland in der Kaiserswerther Basilika. Natürlich wollten sie auch “ihren” Bruderschaftskronprizen Felix Schulze und seine Prinzessin Kathrin Hirsch begleiten. Aber Felix war krank und gar nicht da.

Als Kronprinzenkompanie mussten die Tellaner bei den Vorbereitungen des Titularfestes helfen. Drei Kameraden halfen also am Samstagmorgen den Pfaarsaal von St. Johannes vorzubereiten. Tische schleppen, Stühle rücken, Blumendeko aufstellen und Kaffeetassen platzieren lauteten die Aufgaben, die die Königskompanie verteilte.

Eine kleine Abordnung begleitete Kronprinz Felix am nächsten Tag zur Messe in St. Anna. Ein wenig zahlreicher vertreten war die Kompanie bei der anschließenden Generalversammlung. Beim nächsten Mal könnten es wieder mehr sein. Übrigens: Tell-Kamerad Gerd Gratzel wurde an diesem Tag als neues Mitglied der Bruderschaft vorgestellt.

Beim traitionellen Fischessen am Aschermittwoch kamen über 30 Mitglieder der Tell-Familie in den Bürgershof. Gemeinsam beendeten sie die Karnevalssession und läuteten die Fastenzeit ein.
Im Laufe des Abends erfuhr der Chronist der Kompanie, Andreas Preuß, dass es neben den Bierkrügen auch noch Pils- und Weinprobengläser mit dem Aufdruck Tell-Kompanie gibt. Sie wurden in den 1980er Jahren von der Mülheimer Berg-Brauerei gestiftet.

Mit einer kleinen Abordnung beteiligten sich die Tellaner unter Dirk Steingens Leitung am Bruderschaftstag des Bezirksverbands Düsseldorf-Nord/Angerland in Stockum. Der Einkehrtag begann mit einer Messe. Nach dem gemeinsamen Frühstück, dass die Helferinnen wieder super vorbereitet hatten, sprach Pfarrer Jonas Marquardt von der evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth zur Bedeutung der Familie für die Gesellschaft. Der Vortrag war so gut, dass alle Schützen bis zum Ende aufmerksam zuhörten und dem Referenten zum Abschluss lange applaudierten. Das ist nicht jedesmal so.

Wolfgang Küpper lud die Kompanie zur Feier seines 60. Geburtstages zu sich nach Nideggen-Schmidt ein. Viele nahmen die Einladung gerne an – der Chronist konnte leider nicht – und fuhren gemeinsam mit den Frauen ein Wochenende in die Eifel.
Geboten hat das Geburtstagskind ein Rundum-Sorglos-Programm mit Besichtigung der Burg Vogelsang im Naturpark, Übernachtung im Hotel mit Seeblick, Geburtstagsfeier vom Feinsten und einem Frühschoppen vor der Abreise am Sonntag. Herzlichen Dank!

Fünf Kameraden begleiteten Kronprinz Felix und Kathrin zum Königsfest der Jäger. Achim Manteufel war der Glückpilz des Abends. Als einziger der fünf Tellaner reihte er sich unter die glücklichen Gewinner der Tombola ein.

Keine großen Überraschungen gab es beim Pokal- und Preisschießen im Mai. Felix Schulze musste sich nach seinem Doppelsieg 2006 jetzt mit dem Sieg im Preisschießen zufriedengeben. Den Pokal holte sich Dirk Steingen – von wegen Zurückhaltung als Vorsitzender. Beim Preisschießen belegte er dann den zweiten Platz. Dritter wurde Andreas Preuß.
Die Tell-Damen dagegen sind Traditionalisten. Sie wiederholten das Ergebnis des letzten Jahres einfach: Bettina Doss gewann den Pokal und Nicole Böning siegte beim Preisschießen; zweite wurde Karin Gratzel, dritte Ulla Manteufel.
Und dann gab es noch den Sonderpreis für “besondere” Schießleistungen. Den bekam Kassierer Hartmut Schmidt.

Pfingsten begleiteten enige Kronprinz Felix zum Schützenzug nach Tiefenbroich. Am langen Pfingstwochenende waren aber auch einige unterwegs, so dass nur wenige zum Festzug ins Nachbardorf fuhren.

Dirk Steingen trug bei der Fronleichnamsprozession selbst die Kompanie-Fahne. Diesmal beteiligte sich die Kompanie mit einer ansehnlichen Abordnung an der traditionellen Messe und Prozession. Anschließend gings zum Festplatz, um die Fronleichnamskirmes zu eröffnen. Beim Traditionskönigschießen holte Achim Manteufel den Kopf.

Am Samstagmorgen des Königsschießens waren so viele Kameraden zum Aufbau im Reitercasino, dass die Kameraden fast die Füße plattgetreten haben. Das war toll! Tische wurden gerückt – für die Tischdekoration war wieder Elke Preuß zuständig, der Schießstand wurde aufgebaut und ein Zelt unter großen Mühen errichtet. Welche Stange wohin gehört, wurde in langen Diskussionen und Versuchen ermittelt. Aber irgendwann war es fertig.
Das Schießen war diesmal aufregend. Der Chronist wurdeziemlich blass, als die Platte zu fallen drohte und erst im letzten Moment wieder zurückfiel. Eigentlich ein erster Hinweis, dass der König heute schnell ermittelt würde. Und so holte Armin Manteufel dann kurz darauf mit einem gezielten Schuss die Platte. Zu seiner Königin nahm er natürlich seine Frau Bianca.
Der Vollständigkeit wegen hier die Pfänderschützen: Peter Quack (Kopf), Rolf Ritterbach (linker Flügel), Felix Schulze (rechter Flügel), Dirk Steingen (Schwanz) und Marc Dutschke (Rumpf).

Für Kaffee und Kuchen sorgte Tell-Königin Katrin Hirsch. Dabei halfen ihr weitere Tell-Damen mit sehr leckeren, selbstgebackenen Kuchen. Allen ein herzliches Dankeschön! Am Abend kamen dann auch die Gäste: die Eltern der Ex-Königin Katrin, der König der Bruderschaft Gerhard Manger mit seiner Königin Barbara, der Ehrenvorsitzende der Bruderschaft Hans Lumer mit Frau, Bruderschafts-Chef Herbert Hirsch und Oberst Wolfgang Keller mit Frau.

Im Alter von fast 86 Jahren starb am 1. Juli Tell-Kamerad Richard Marhenke. Er war seit 1978 Tellaner. 1982 wurde er Tell-König. Bis zuletzt nahm er an allen Veranstaltungen – einschließlich der Monatsversammlungen – teil. Gerne marschierte er mit beim Schützenzug. Die Tellaner werden Richard als einen liebenswerten Kameraden im Gedächtnis behalten, der gerne mit und in der Gemeinschaft feierte. Unvergessen bleibt die Feier seines 80. Geburtstages im eigenen Garten.

Die letzte Monatsversammlung vor Schützenfest war sehr gut besucht. Mit dabei als neuer Tell-König Armin Manteufel. Natürlich standen die Vorbereitungen für Schützenfest im Vordergrund der Versammlung. Eine besondere Versammlung war es aber aus einem anderen Grund: Acht Tellaner hatten seit der letzten Versammlung Geburtstag…

An Möschesonntag zogen die Schützen erstmals im Zug von der Drupnas zum Festplatz. Von Standort des Chronisten aus (Bierwagen) schien die Kompanie zu einem kleinen Häuflein geworden. Doch das täuschte. Vorneweg trug Tell-König Armin Manteufel die Mösch. Ihm folgte zusammen mit dem Königspaar der Bruderschaft Felix Schulze als Kronprinz. Derweil hatten Dirk Steingen und der Chronist bereits den Altbierwagen mit Gläsern, Fässern, Cola- und Limokisten bestückt. Also waren wir doch nicht ganz so wenige.
Aber eins muss der Chronist einmal feststellen: Den beiden Tellanern im Altbierwagen tut’s ganz schön weh, dass die Tell-Kameraden immer nur am Pilswagen stehen. Da ist die Bedienung auch nicht besser!

Schützenfest war die Kompanie an allen Tagen und allen Termine gut vertreten. Es fing schon mit dem Seniorenkaffee an. Das sind die lästigen Pflichten, wenn man einen Bruderschaftsprinzen hat. Nicht nur, dass wieder die Kuchen gebacken werden und von Walter Perpéet und Hartmut Schmidt eingesammelt werden mussten. Nein, jetzt mussten sie auch noch beim Kaffee an die Senioren verteilt werden. Danke allen Helfern! Denen hat der Seniorenkaffee übrigens dann doch sehr viel Freude bereitet.
Der Gottesdienst am Samstagabend war auch von der Tell gut besucht. Und sie gab ein gutes Bild bei der anschließenden Totenehrung und natürlich auch beim Platzkonzert. Allerdings stand die tell diesmal unmittelbar neben der dicken Trommel. Dann kam das Feuerwerk, die Oldie Night und der Absacker an der Bengelbude …

Doch Sonntag waren die Tell-Kameraden pünktlich um zehn am Schießstand. Der Schützenzug später und der Bunte Abend waren wunderbar. Nur mit der Kutsche hatte die Tell ein kleines Problem. Plötzlich wollte niemand mehr außer Ernst Kockerscheidt in der Kutsche fahren. Kurz entschlossen setzten sich Armin Manteufel und Bianca als Königspaar dazu. Übrigens eine einmalige Angelegenheit. Nächstes Jahr läuft der König wieder.

Der Montag begann mit dem ökumenischen Gottesdienst, an dem die Tell in ihrer normalen Stärke teilnahm. Insgesamt war die Kirche eher leer. Das Frühstück hatte an diesem Tag etwas besonderes. Nicht weil es kostenlos war – ist es immer, denn die Kasse zahlt ja -, sondern weil es diesmal aus besonderem Anlass gespendet war – von wegen der Silberhochzeit an diesem Schützenfestmontag des Tell-Kameraden Andreas Preuß. Übrigens haben auch die Damen ein kleinwenig mit Silberjubilarin Elke gefeiert.

Nun der Montag im Stenostil:
Walter Perpéet hielt seine übliche, immer tolle, Rede. Diesmal allerdings mit Anekdoten aus vergangenen Zeiten gespickt. Es folgte das Schießen auf den Königsvogel. Ein Tell-Kamerad verirrte sich dann beim Schießen auf die Königsplatte in den Käfig. Wurde aber rechtzeitig befreit.
Der Rest des Tages verging wie im Fluge und schon standen die Tell-Kameraden zum Abschluss des Schützenfestes wieder an der Bengelbude.

Beim mittlerweile auch traditionellen Kameradschaftsabend mit dem St. Georg Corps gab es einen harten und spannenden Wettkampf. Leider ging der Wanderpokal wieder an das St. Georg Corps. Die Entscheidung fiel erst in einem Stechen. Den besten Einzelschützen stellte aber die Tell-Kompanie mit Dirk Steingen. Felix Schulze landete auf dem dritten Platz. Auch hier war ein Stechen notwendig.
Lange Zeit hatte die Tell knapp geführt, bevor die beiden letzten Schützen vom St. Georg Corps mit guten Ergebnissen ihr Corps deutlich in Führung brachten. Der letzte Schütze der Tell, Dirk Steingen, stand damit vor einer fast unlösbaren Aufgabe. 27 Ringe zum Sieg. Es reichte aber „nur“ zum Ausgleich. Und dann scheiterte er im Stechen.

Das Jahr 2007 endete mit dem Volkstrauertag. Die Tell-Kompanie war erstaunlich zahlreich vertreten. Zwölf Kameraden hatten den Weg an diesem kalten aber sonnigen Sonntagmorgen zum Rathaus gefunden. Gemeinsam mit allen anderen Schützen zogen sie zum Ehrenmal auf der Drupnas, wo Tell-Kamerad Andreas Preuß als 2. Chef der Bruderschaft die Gedenkansprache hielt.

2007 war ein gutes Tell-Jahr. Übrigens, in diesem Jahr haben die Tell-Kameraden und die Tell-Damen in vielen fruchtbaren Diskussionen bereits die Weichen gestellt für die Jubiläumsfeiern zum 100-jährigen Bestehen der Kompanie im Jahre 2009.